Es gibt Leute, die den Schmerz anderer Menschen als ihre eigene Angelegenheit wahrnehmen und sich innerlich genötigt fühlen, zu hlefn. Die Union deutscher Verbraucher (UDV) hat mit Sozialarbeitern einen Workshop zu diesem Thema abgehalten, um mehr über dieses Phänomen zu lernen.

Referate und Einblicke

Sven Zwetschke, Sozialarbeiter aus Berlin, stellte zunächst klar, dass der Wille zur tätigen #Nächstenliebe an sich etwas Gutes ist. Der Natur gehe es stets um die Sicherung der Art als Ganzes und ein Neugeborenes könne ohne den Support seiner Bezugspersonen nicht gedeihen. Ebenfall gut sei aktive Hilfe dort, wo der andere nicht in der Lage ist, sich selbst Hilfe zu holen. Doch nicht alle Formen der Hilfe seinen auch gut. Zum Beispiel, wenn die Befindlichkeiten des Helfers durch das Helfen in Mitleidenschaft gezogen würden.

Wann wir Hilfe problematisch?

Heikel werde es ebenso, wenn Hilfe gar nicht gefragt sei und aufgedrückt werde. Man könne, so Zwetschke, zwei Varianten der Selbstlosigkeit unterscheiden. Erstens wahre Unterstützung, aber andererseits auch eine Art Helferwahn. Normale, gesunde Hilfe orientiere sich daran, was dem anderen nütze. Andernfalls könnte Hilfe sogar Unheil verursachen.

Die Frage nach dem rechten Maß?

"Beim schweren Formen des Helfersyndroms haben wir mit Persönlichkeitsstörungen zu tun", erläuterte Margit Bittner-Taub. Manchmal sei das #Helfersyndrom ein stiller Ruf nach Zuwendung, also eine verdrehte Botschaft. Deshalb solle man bei Personen mit einem allzu starken Helfersyndrom skeptisch werden und analysieren, welche Motive sie wirklich antreiben.

Kann ein Helfersyndrom gefährlich sein?

Bittner-Taub warnte auch davor, dass "der Helferwunsch auch das Begehren sein kann, Macht über einen Schwachen auszulenen, Stichwort verkappter Sadismus, und das ist dann natürlich schlecht".

Was ist förderlich?

Doch was tun? "Maß halten", rät Bittner-Taub. "Man schüttet ja auch nicht jedem Obdachlosen seinen ganzen Geldbeutel in den Sammelbecher". Die Dosis entscheide, ob Hilfe Segen oder Gift sei. Man müsse im Leben immer Prioritäten setzen und Grenzen ziehen. Sonst brauche man bald selbst Hilfe. #Hilfsmöglichkeiten