Schön, wenn man nicht zu jenen gehört, die an der schlechten Luft erkranken. Nach Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) ist die Luft zwar sauberer geworden, aber in Europa sterben immer noch ca. 470 000 Menschen jährlich an der schlechten Luft. In Deutschland sollen es 47 000 sein, auch Nichtraucher sind betroffen.

Die Luftqualität wird immer besser

Solche Informationen will man aber nicht lesen. Falls Sie noch weiterlesen, scheint das Thema zu interessieren. Es ist schon wichtig, auch wenn man schlechte Nachrichten heute wirklich nicht mehr gebrauchen kann. Immerhin kümmert sich die #EU, hat gerade wieder ein Maßnahmenpaket beschlossen, welches besonders die Feinstaubbelastung verringern soll.

Bis 2020 und 2030 hat die EU sich neue Ziele gesetzt.

Freilich ist die Luft bei uns auch ein wenig besser, weil wir bestimmte Industrien und Fertigungen im Zuge der Rationalisierung und Globalisierung in andere Teile der Welt ausgelagert haben. Sollen DIE doch die schlechte Luft atmen. Zwar wird Saharastaub bis in unsere Breiten getragen, aber der gesundheitsschädliche #Feinstaub, der wird doch wohl in den dafür vorgesehenen Ländern bleiben? Bei unseren Umweltschutzzonen wird Feinstaub auch brav darum herum geweht - oder?

Eventuell ist die etwas sauberere Luft ein Faktor dafür, dass wir Deutsche heute so glücklich sind wie nie und die Kanzlerin im Bundestag gerade verkündete:

Den Deutschen geht es so gut wie nie zuvor!

Das ist schön, da freuen wir uns!

Saubere Luft, da kann man heute jedoch fein tricksen, weil die Partikel der Emissionen tatsächlich immer kleiner werden. Wenn ich Feinstaub mit Partikelgrösse PM 10µm mit "preiswerten Geräten" messe, wie in Berlin, dann ist das sogar sehr einfach.

Der in der EU seit 2008 geltende Grenzwert für die Feinstaubbelastung mit Partikeln von 2,5 Mikrometer und weniger liegt bei 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die WHO empfiehlt einen Grenzwert von nur 10 Mikrogramm. Dabei ist selbst diese geringe Menge nicht unbedenklich.

In der sauberen Schweiz etwa bestehen über die Luftreinhalteverordnung derzeit nur Grenzwerte für gröbere Feinstaubpartikel mit 10 Mikrometern Grösse. Belastungen mit Partikeln von 2,5 Mikrometer sind gar nicht direkt reguliert. Satellitenüberwachung hat ausgerechnet von 2012 bis 2014 eine sehr hohe Feinstaubbelastung in Norditalien und den Alpenregionen gezeigt. Nanu?

Is it fog or smog -

wunderte sich Alexander Gerst aus dem Orbit!

Doch gerade die Kleinstpartikel von weniger als 2,5 Mikrometer, die tief in die Lungen und sogar in den Blutkreislauf eindringen können, sind besonders bedenklich, weil sie sogar bis in die Hirnzellen vordringen und dort Mikroinfarkte und somit Schwindel bis hin zu Demenz auslösen können.

Weil das wirklich ein ernstes Thema ist, sollte jeder selbst tätig werden und die Umgebungsluft mit einem guten Feinstaubmessgerät messen.

Der AHA-Effekt ist riesig!

Gerade waren auch noch zwei andere Meldungen in diesem Zusammenhang interessant: Einerseits haben Forscher "außerirdische" Zellen, sog. Panspermien, entdeckt, die wohl per Meteorit zu uns gelangt sind. Offenbar auf der Suche nach sauberer Luft. Dann wieder sind nach einem starken Gewitter in Australien hunderte Bürger mit Asthma-Anfällen ins Krankenhaus gekommen. "Pilzsporen und Pollen" seien mit dem Gewitter zur Erde gelangt und sollen die Ursache der Erkrankungen sein! Ob das auch bei uns möglich wäre, fragte aufgeregt DER SPIEGEL. Na, wenn da neben "Pilzsporen und Pollen" nicht auch noch andere "Spezialitäten" dabei waren.

Also Vorsicht bei Gewitter! Früher war die Luft nach Gewitter besonders erfrischt, weil ionisiert - hat sich also auch geändert. Wahrscheinlich sind deshalb nach Starkregen heutzutage immer so viele Fische tot? Das Wasser sollte offensichtlich ebenfalls "sauberer" werden!

Fast müsste man lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Gut, dass wir kompetente Minister haben - fast schon Saubermänner und Sauberfrauen, siehe Barbara Hendricks!

#Luftqualität