In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es rund 145.000 #Selbsthilfegruppen. Damit führen die Deutschsprachler die globale Hitliste an. Aber taugen diese Veranstaltungen auch etwas? Die Themen der Gruppen reichen von A wie Anonyme Alkoholiker bis Z wie Zuckerkrankheit. Das Spektrum scheint unendlich und die Gruppen erfüllen einen Beitrag zum öffentlichen Gesundheitssystem. Kein Wunder also, dass mehr als Dreiviertel aller Menschen laut einer repräsentativen Umfrage im Fall einer Krankheit oder anderer Probleme die Hilfe einer Selbsthilfegruppe in Anspruch nehmen würden. Etwa 60% davon betreffen Erkrankungen und Handicaps. Darüber hinaus geht es um soziale Probleme, Alltagsfragen bis hin zu psychischen Grenzerfahrungen.

Taugen die Gruppen?

In der Regel sind diese Gruppen privat organisiert. Zu Selbsthilfegruppen schließen sich Menschen zusammen, um ihre Lebenssituation zu verbessern. Ihr Ziel ist, voneinander zu lernen, wie man mit einer Krankheit oder einem bestimmten Problem am besten umgeht oder diese überwindet. Auch der Erfahrungsaustausch der Betroffenen ist ein wichtiger Aspekt. Normalerweise nutzen Selbsthilfegruppen Gespräche, wechselseitige Hilfe und gemeinsame Aktivitäten. Betroffene informieren und tauschen sich in Therapien oft über #Medizin und Arbeit aus. Sie gelten daher als ein Faktor sui generis, als eigenständiges Element neben den Ärzten, Therapeuten und Krankenhäusern. Allerdings unterliegen Selbsthilfegruppen keiner Aufsicht und ihre Qualität hängt von ihren Initiatoren ab.

Ein gemischtes Bild!

In so mancher Gruppe kann man deswegen auch problematische Situationen antreffen oder es werden medizinische Irrwege propagiert. Eine Umfrage der Union deutscher Verbraucher (UDV) unter 75 Selbsthilfegruppen und 200 Besuchern derselben hat ein gemischtes Bild ergeben. Von hervorragenden Hilfsangeboten bis zu hochproblematischen Ideologengrüppchen war die ganze Bandbreite anzutreffen. Daher rät die UDV die Auswirkung des Besuches einer Selbsthilfegruppe immer im Auge behalten werden. Denn so segensreich die Wirkung von gut gemachten Gruppen ist, so negativ können auch die Folgen einer schlecht geführten Gruppe sein. Sowohl die Nutzer von Selbsthilfegruppen als auch ihre Angehörigen und Ärzte sollten den Gruppenbesuch konstruktiv kritisch begleiten. #Gesundheit