Dies konnte die Wissenschaftlerin Jennie Connor von der Otago-Universität in Neuseeland nach Auswertung verschiedener Studien-Ergebnisse belegen ("Alcohol consumption as a cause of cancer": Addiction, Juli 2016).

Rachen-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Mastdarm-, Brust- und Kehlkopfkrebs hängen demnach sehr stark zusammen mit dem Konsum von Alkohol. Das Erschreckende dabei ist Connors Erkenntnissen zufolge, dass bereits geringe Konzentrationen an Alkohol wohl zu solchen Erkrankungen führen können. Connor weist darauf hin, dass ein hoher #Alkoholkonsum natürlich mit dem größten Risiko verbunden ist; jedoch könne bereits „mäßiger“ Konsum sehr negative Folgen haben und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an einer dieser Krebsformen zu erkranken oder gar zu sterben.

Dabei wurden die Verbraucher erst Anfang 2016 durch Horror-Nachrichten über Bier aufgeschreckt: Das Pestizid Glyphosat fand sich relativ häufig in Stichproben des Gerstensafts wieder. Das Umweltinstitut München testete 14 deutsche Biere und entdeckte das als Erbgut schädigend und wohl auch krebserregend eingestufte Herbizid. Das Beängstigende an dieser Meldung mag für viele Verbraucher auch der Umstand gewesen sein, dass es gerade die Biermarken traf, die in Deutschland am häufigsten getrunken werden. Und bei einem bundesdeutschen Durchschnitts-Konsum von 107 Litern Bier pro Jahr ist eine Anreicherung des gefährlichen Stoffes im Körper durchaus denkbar. Bier sorgt ständig für Negativ-Schlagzeilen

Ob oder wie Alkohol mit Glyphosat eine Wechselwirkung eingeht und dadurch vielleicht eine sogar noch gefährlichere, Krebs auslösende Wirkung bekommt, ist noch unklar, da noch nicht erforscht.

Auf der anderen Seite steht eine enorm hohe Zahl an Neuerkrankungen: Das Robert Koch-Institut und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) gehen davon aus, dass 2016 in Deutschland 500.000 Krebspatienten hinzukommen (10. Veröffentlichung von „Krebs in Deutschland“). Auch bekannte Promis erkrankten an Krebs.

Die Verunsicherung nimmt also kein Ende. Was aber tatsächlich über ein kürzeres oder längeres Leben entscheidet, haben Wissenschaftler der Universität Von Genf, Oxford und der Schweiz (Aichele, Rabbitt, Ghisletta: „Think fast, feel fine, live long“) in einer Langzeitstudie über 29 Jahre hinweg an über 6000 Menschen untersucht. Im April 2016 legten sie dann das erstaunliche Ergebnis vor: Demnach ist langes Leben von 4 Faktoren abhängig: Es lebt der Mensch am längsten, der 1. nicht raucht, 2. weiblich ist, 3. sich gesund fühlt und 4. eine nur langsam abnehmende Denkgeschwindigkeit aufweist. Trotz aller zuvor erwähnten Umstände dürften also diejenigen unter uns etwas aufatmen, die gerne und regelmäßig Alkohol trinken. Letztendlich muss aber jeder für sich entscheiden, wie er lebt und was er seiner Gesundheit zumutet oder nicht. #Krebserkrankungen #Alkohol schädlich