Über Steuerausfälle der Tabaksteuer, durch den Wechsel vom Rauchen zum Dampfen wurde in der Vergangenheit schon viel und ausgiebig berichtet. Dies scheint für die meisten auch der Grund dafür zu sein, dass sich die Politik mit einer Akzeptanz und einem klaren Ja zum tabakfreien Nikotinkonsum der #E-Zigarette so ziert.

Betrachtet man allerdings die möglichen Auswirkungen der Tabakflucht zur E-Zigarette auf einem anderen Bereich etwas genauer, so wird man sehr schnell feststellen, dass die Steuerausfälle eher Peanuts sind. Lassen Sie uns also für einen kurzen Moment innehalten und einen Blick auf diesen Bereich werfen.

Zahlen und Fakten zur Rente

Einnahmen- und Ausgabenpositionen der allgemeinen Rentenversicherung für 2015

In 2015 betrugen die Einnahmen der Rentenkasse für die BRD:

270,4 Milliarden Euro.

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Davon erzielten die direkten Einnahmen aus Beiträgen der Versicherten: 206,6 Milliarden Euro.

40,2 Milliarden Euro erbrachten die „Bundeszuschüsse zur allgemeinen Rentenversicherung“.

22,2 Milliarden Euro die „zusätzlichen Bundeszuschüsse zur allgemeinen Rentenversicherung“.

Auf der Ausgabenseite standen in 2015:

272 Milliarden Euro. Davon flossen 236,2 Milliarden Euro in die #Rente.

16,7 Milliarden Euro gingen an die Krankenversicherung der Rentner (KvdR).

5,9 Milliarden an die Leistungen zur Teilhabe“.

3,7 Milliarden Euro wurden schließlich fürVerwaltungs- und Verfahrenskosten“ aufgewendet.

Quelle: "Deutsche Rentenversicherung"

Die Nachhaltigkeitsrücklage lag Ende Dezember 2015 mit rund 34 Milliarden Euro, um 1 Milliarde Euro niedriger als Ende 2014, denn da waren es noch 35 Milliarden Euro.

3 Millionen Dampfer

In Deutschland griffen verschiedenen Quellen zufolge Ende 2015, rund 3 Millionen Ex Raucher regelmäßig zur E-Zigarette.

Obwohl noch keine Langzeitstudien über mögliche gesundheitliche Gefahren der E-Zig.

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vorliegen, ist aus den bisher vorgenommenen Studien davon auszugehen, dass die E-Zigarette um mehrere Größenordnungen weniger Gefahren für die #Gesundheit der Verbraucher birgt, als der klassische Nikotinkonsum über den Verbrennungsweg des Tabaks.

Diese Einschätzung untermauert auch eine Untersuchung der renommierten Londoner Royal College of Physicians, die laut ihrer unabhängigen Studie zu dem Ergebnis gelangt, dass die E-Zigarette um 95% weniger schädlich als die klassische Tabakzigarette ist. Wobei man sich auch hier fragen muss, woran sich die restlichen 5% festmachen lassen.

Raucher sterben rund 10 Jahre früher, als Niechtraucher

Und was ist mit den Dampfern?

„[...] Die durchschnittliche Lebenserwartung eines neugeborenen Jungen liegt bei 74 und die eines gerade zur Welt gekommenen Mädchens bei 80,3 Jahren. Raucher verkürzen ihre durchschnittliche Lebenserwartung um 5 bis 9 Jahre - leben also rund 10 Prozent kürzer als Nichtraucher.“ Quelle: Rauchfrei

Geht man nun davon aus, dass Dampfer zum Teil über Jahrzehnte mehr oder weniger starke Raucher waren, kann man ihnen laut verschiedenen Statistiken, grob geschätzt wieder 5-8 Jahre mehr an Lebenszeit zusprechen.

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Fünf bis acht Jahre mehr an Lebenszeit entsprächen auch fünf bis acht Jahre mehr an Rente.

Was aber bedeutet das für die Rentenkasse?

Bei einer durchschnittlichen Rente von 1000 € und 3 Millionen Dampfer bedeutet das in einigen Jahren, eine Mehrbelastung der Rentenkasse von 3 Milliarden Euro im Monat, dies entspricht 36 Milliarden Euro im Jahr!

Würden also alle 20 Millionen Raucher mit einem Mal zu Dampfern werden, würde dies in naher Zukunft eine Mehrbelastung der Rentenkasse um rund 20 Milliarden Euro im Monat oder besser gesagt um 240 Milliarden Euro im Jahr ausmachen. Oder anders ausgedrückt, innerhalb von 5 Jahren müsste die stattliche Summe von 1,2 Billionen Euro mehr aufgebracht werden.

Eine Anhebung des Renteneinstiegsalters auf 75 Jahre wäre somit zwingend. Doch damit lassen sich keine Wahlen gewinnen. Da sich aber die Gesellschaft ohnedies im Umbruch befindet, so muss auch die Rente mit radikalen Lösungsansätzen neu gedacht werden.