Dass eine vitaminreiche Ernährung, viel frische Luft und maßvolle Genüsse als gut für die #Gesundheit gelten, ist vermutlich jedem bekannt. Doch ein Faktor kommt offenbar zu kurz: der #Schlaf. Zu wenig davon schadet dem #Immunsystem nach neueren Erkenntnissen mehr als ungesunde Ernährung, Arbeitsbelastung, Umweltverschmutzung und zu seltener Urlaub. Schon lange ist bekannt, dass der Schlaf und das Immunsystem eng verzahnt sind. Aber wie sehr, hat eine Studie der UCLA (University of California) in San Francisco herausgefunden. Das Ergebnis: zu wenig Schlaf macht Menschen sehr viel anfälliger für Erkältungen, genauer gesagt führt ein Schlafdefizit zu einer Erhöhung des Risikos für Infekte um das Vierfache.

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So viel, dass man sich mehr Gedanken um den Schlaf machen sollte als um naturgrüne Smoothies.

Gesundschlafen!

Ein Forscherteam um den Forscher Aric Prather hat 164 Probanden untersucht und zu ihrem Lebensstil befragt. Störgrößen wie etwa Alkohol, Rauchen, Ernährung oder Stress wurden erhoben, damit sie das Ergebnis nicht verfälschen. Dann wurde eine Woche lang mit Sensoren der Schlaf der Probanden analysiert. Die Probanden wurden im Anschluss Viren ausgesetzt, die banale Erkältungen verursachen. In der Folge wurde über eine Woche hinweg Nasenschleim entnommen und untersucht.

Erstaunlich starke Ergebnisse!

Dabei zeigte sich: "Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, hat ein exakt um den Faktor 4,2 erhöhtes Risiko Erkältungsviren im eigenen Körper zu vermehren als Menschen, die mindestens sieben Stunden Schlaf haben.

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Bei den Langschläfern wurde die Infektion somit von der körpereigenen Abwehr vernichtet, die ausgeschlafenen Probanden erkrankten nur vereinzelt", so der Arzt John Rice, der die Studie für Blasting.News gelesen und interpretiert hat. "Die Kurzschläfer dagegen brauchten in den Tagen danach sehr viele Taschentücher. Umgekehrt bedeutet das: Schläft man mindestens sieben Stunden, senkt man das Risiko einer Infektionserkrankung ganz erheblich, und zwar durchgreifender als mit vielen anderen Präventionsmaßnahmen", betont Rice. Dabei, so zahlreiche Studien, ist es egal, wann der Schlaf stattfindet.

Ist der Schlaf vor Mitternacht ein Mythos?

Dass die Stunden vor Mitternacht die kostbarsten Schlafstunden sind, ist ein Mythos, aber einer mit einem wahren Kern. Denn es kommt nicht auf den Stundenzeiger der Uhr an, sondern auch die Schlafphasen. Weil die wichtigsten Segmente des Schlafes zu Schlafbeginn liegen und man in früheren Zeiten ins Bett gegangen ist, sobald es dunkel wurde, bürgerte sich die Weisheit ein, dass der Schlaf vor Mitternacht besonders wichtig sei. Tatsächlich sind es aber eben nur die ersten Stunden des Nachtschlafes, ganz egal wann man zu Bett geht.