Vor sechzig Jahren hatte ich im Kindergarten einen Kumpel, der immer etwas Probleme mit Allergien hatte. Heute weiß ich, dass die Industrie uns damals Zusatzstoffe in die Nahrung gemischt hat - vom Allerfeinsten. Der arme Kerl war der Erste, der aus unserem Jahrgang eine Glatze hatte. Dabei hatte es seine Mutter gut gemeint, kaufte immer ein Haarshampoo, das zwar etwas teurer war, aber dafür stand vorne ganz groß drauf:

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Mit #Formaldehyd!

Also was ganz Feines, sonst hätten die Hersteller das ja nicht extra drauf gedruckt?

PCB und PDBE

Etwa zur gleichen Zeit drangen erste Forscher in die Tiefsee vor. Dass man dort überhaupt Leben vorfand, das überraschte die Wissenschaftler. Bis auf einzelne Aktivitäten, etwa des Militärs, blieb die Tiefsee danach aber weitgehend unberührt..

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Biologen der Newcastle University schickten nun wieder autonome Mini-U-Boote auf 11000 Meter hinab, um mal nach dem Rechten zu sehen. Immerhin ist die Erdoberfläche schon ziemlich verseucht, Millionen leben in verdreckter Atemluft, da ist es vorteilhaft, wenn man in einer sauberen "#Umweltschutzzone" wohnen darf, um die #Schadstoffe ja bekanntlich einen großen Bogen machen.

Unberührte Tiefsee

Leider ist die Tiefsee nicht unberührt. Denn wieder fand man dort unten zwar kleine Lebewesen, Flöhe, die man mit nach oben holte. Aber -

  • ein doppeltes Wunder: Erstens, dass in der Dunkelheit der Tiefsee überhaupt Leben existiert,
  • und neu: trotz starker Verseuchung mit PCB und Schadstoffen.

Leider ist die Tiefsee offensichtlich nicht mehr "unberührt", wie der restliche Planet auch nicht..

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PCB sind giftige und krebserregende organische Chlorverbindungen, die einst etwa als Weichmacher in Lacke und Kunststoffe gemischt wurden. Ihr Gebrauch ist seit 2001 durch die Stockholmer Konvention verboten, der von PBDE seit einigen Jahren stark eingeschränkt.

Dummer Fehler!?

Biologe Alan Jamieson und seine Forscherkollegen gingen damit an die Öffentlichkeit, angesichts der extremen Werte. In Zeiten des Dieselskandales ist das allerdings nicht mehr ratsam, denn diverse Lobbyseilschaften drehen am Rad, da offensichtlich enorme Kosten auf gestellte Übeltäter zukommen können, wie wir bei VW gesehen haben.

So wird dann automatisch die Gegenfront "hochgefahren" und aktiviert, die alles relativieren muss bzw.

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auf Ursachen schiebt, die man "verallgemeinern" kann - wie

"der weltweite Plastikmüll ist schuld"

- und außerdem kann es sich nur um Messfehler handeln!

Nicht wirklich lustig - aber komm - einfach ignorieren und weiter feiern!

Auch Bergseen, weit oben im Gebirge, sind heute mit Schadstoffen belastet, man findet sie im Fett der Eisbären und im arktischen Eis.

Hochgebirgsseen liegen über der Baumgrenze und sind entfernt von dem unmittelbaren Einfluss des Menschen. Die Fische dieser Seen können in der Regel nicht abwandern und bilden daher die Schadstoffbelastung dieser Gewässer ab.

2002 untersuchte Greenpeace Bergsaiblinge aus dem Schwarzsee ob Sölden in den Ötztaler Alpen/Österreich. Dieser See liegt in einer Höhe von 2799 Metern: Alle vermuteten Dauergifte waren enthalten!

Wenn man in der Tiefsee nach der ganzen Palette an Schadstoffen suchen würde, dann kämen Stoffe zutage, die man ganz bestimmten Verursachern zuordnen könnte. Siehe Dieselskandal. Aber wer will das schon? Trickreich hat man die verbotenen Stoffe einfach umbenannt oder durch andere ersetzt. Tausende Tonnen dieser Stoffe werden in die Umwelt verbracht, immer mit komplizierten Namen rabulistisch versteckt wie

Phthalate

Die neuen Gifte, der Bevölkerung weitgehend unbekannt, nennen Insider "Dauergifte", weil sie nur schwer wieder zu entfernen sind, sich als Nanopartikel an Hausstaub heften und dann von uns eingeatmet werden.

47 000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland vorzeitig an verseuchter Atemluft. Na und?

"Wollen sie etwa den Menschen die Mobilität verbieten bzw den Urlaubsflug vermiesen?" war die Antwort auf der Facebookseite der Bundesregierung.

Nö - weshalb auch? Wir hauen auf die Pauke - bis zum Schluss! Bis die Bude kracht!