Die Entwicklung des ersten Impfstoffes gegen Pocken Ende des 18. Jahrhunderts legte den Grundstein für einen der größten Erfolge der #Medizin, so viele Wissenschaftler. Doch trotz der Möglichkeit vielen Krankheiten vorzubeugen, wie beispielsweise auch Leber- und Gebärmutterhalskrebs, stehen viele Menschen der Impfung skeptisch gegenüber. Impfgegner argumentieren Impfungen seien unnötig, nicht effektiv oder sogar gefährlich.

Was genau bewirkt eigentlich eine Impfung?

Ob die Ängste der Impfgegner begründet sind lässt sich am besten mit einem tieferen Einblick in die biologischen Vorgänge herausfinden. Wenn der Körper zum ersten Mal mit einem Pathogen, wie einem Bakterium oder Virus, infiziert wird reagiert das Immunsystem indem es Antikörper produziert.

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Die Produktion solcher Antikörper, die spezifisch das Pathogen erkennen, führt dazu, dass das Immunsystem den "Angreifer" abtöten kann. Dieser Prozess dauert normalerweise einige Tage, in denen das Pathogen den Körper angreifen kann, was zu Krankheitssymptomen führt. Nach diesem ersten Kontakt ist das Immunsystem in der Lage sich an die Struktur des Pathogenes zu erinnern und somit bei einer erneuten Infektion schneller zu reagieren. Impfungen helfen dem Immunsystem dabei genau das zu tun. Ein Impfstoff besteht aus Fragmenten des jeweiligen Erregers, jedoch in einer abgeschwächten oder abgetöteten Form. So lernt das Immunsystem die Struktur des Pathogenes kennen und kann die richtigen Antikörper produzieren ohne einem infektiösen Pathogen ausgesetzt zu sein. Wenn der Körper dann durch dieses Pathogen angegriffen wird kann das Immunsystem schnell genug reagieren, sodass der Angreifer dem Körper nicht schaden kann.

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Impfungen bieten also einen andauernden Schutz vor potentiell lebensbedrohlichen Krankheiten, wie Poliomyelitis (Kinderlähmung) oder Masern. Die Prozedur ist außerdem vergleichsweise einfach und, außer einer kleinen Spritze, nicht mit Schmerzen verbunden. Warum lassen sich dennoch viele Menschen nicht von den Vorteilen des Impfens überzeugen?

Sind Impfungen gefährlich?

Impfgegner kritisieren unter anderem die mangelnde Effizienz der Impfungen. Zwar ist keine Impfung zu 100% effektiv, jedoch liegt die Effizienz von Impfstoffen gegen beispielsweise Pocken, Masern und Gelbfieber bei richtiger Verabreichung bei über 95%. Auch historische Beispiele belegen die Effizienz von Impfstoffen. In den USA sank nach der Einführung der jeweiligen Impfungen die Zahl der Erkrankungen von Mumps, Keuchhusten, Tetanus und Diphterie um mehr als 92%. Eines der Hauptargumente der Impfgegner ist allerdings, dass Impfungen zu Autismus führen können. Diese Angst hat ihren Ursprung in einem 1998 veröffentlichten Artikel von dem britischen Chirurgen Andrew Wakefield, der über eine Verbindung zwischen Autismus und dem MMR-Impfstoff (gegen Masern, Mumps und Röteln) in einer Studie mit zwölf Kindern berichtete.

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Seitdem häufen sich Erzählungen von Eltern, deren Kinder nach einer Impfung Symptome von Autismus entwickelten. Viele sahen dies als Bestätigung, dass die Impfung der Auslöser des Autismus sei. Üblicherweise bricht eine Autismus Erkrankung im Alter von 2-3 Jahren aus. Da die meisten Impfungen auch in diesem Zeitraum erfolgen wird oft fälschlicherweise ein Zusammenhang vermutet. Mehr als zehn Studien in den vergangenen Jahren, die insgesamt über 1,2 Millionen Kinder mit einbezogen, konnten keinen wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus zeigen.

Aufgrund der vielen kontroversen Informationen zu diesem Thema ist es nachvollziehbar, dass viele Eltern immer noch skeptisch sind, ob eine Impfung für ihre Kinder das Richtige ist. Daher ist eine informative, wissenschaftlich fundierte Aufklärung zum Thema #impfen notwendig, um noch bestehendes Misstrauen auszuräumen. Denn Geschichte und Wissenschaft sind sich einig: Impfungen sind effektiv, sicher und sinnvoll. #Gesundheit