Bei knackigen Minusgraden vom #Altweibersommer schreiben, das ist kein fataler Irrtum, sondern den vielen besorgten Anfragen von Bürgern, die dann zu mir durchgereicht werden, geschuldet.

Ich bin selbst Augenzeuge dieses Phänomens, das wir "Alten" früher nur im Spätherbst ab September gesehen haben. Weiße Fäden, mit welchen die kleinen Spinnentiere fröhlich grinsend frech durch die Luft segeln und die uns an das Haar älterer Damen erinnern. Dabei kommt "Weib" hier vom althochdeutschen "weiben" wie "weben".

Die Omas heutzutage lassen kaum noch graues Haar zu und färben entsprechend - meine Oma Katharina war schneeweiß. Wäre nie auf die Idee gekommen, zu färben.

Das ganze Jahr Spinnfäden?

Heute fliegen zu jeder Jahreszeit diese Fäden, außer bei Regen sieht man sie häufig, wenn man überhaupt Augen für die Natur hat und nicht Pokemon spielt oder aus anderen Gründen ständig aufs Handy starren muss.

Fängt man diese Fäden ein, legt sie unters Mikroskop, dann wundert man sich: Sie gleichen weder Spinnfäden, noch sehen sie wie Haar aus. Also ab ins Labor. Aber auch die zeigen sich ratlos. Man kenne diesen Stoff nicht, möchte auch "in der Öffentlichkeit nicht dazu genannt werden". Da weiß man dann:

Doch nicht harmlos?

Also "harmlos" heißt übersetzt: Geht den Bürger nichts an, könnte ihn verunsichern!?

Natürlich recherchiert man als neugieriger Redakteur weiter und landet dann beim Deutschen Wetterdienst. Denn dieser wird nach einer "Kleinen Anfrage" der LINKEN über militärische Aktivitäten vorab informiert, wenn das Militär gewisse "Substanzen" in die Atmosphäre freisetzt - aus den unterschiedlichsten Gründen.

An die Öffentlichkeit wird dieses Vorab-Info in den seltensten Fällen weitergegeben und man fragt sich, warum der DWD überhaupt informiert wird.

Düppel, Chaff oder Window

Immerhin können sich die Strategen dort auch mal ein bisschen wichtig fühlen. Bereits im zweiten Weltkrieg hat man Stanniolstreifen als #Chaff (bei den Engländern auch Window genannt) abgeworfen, um das gegnerische Radar zu täuschen. Heute ist man weiter und nimmt feinste metallbedampfte Kunststoff- oder Kohlefaserstoffe her. Und zwar in solchen Mengen, dass sie als "künstliche Wolken" im Wetterbericht auftauchten.

Weil das Militär die Gichtfinger im Spiel hat, gibt es natürlich keine wirklichen Untersuchungen über die gesundheitlichen Risiken, trotzdem heißt es auf Anfrage:

Rätselhafte Geisterwolken

Die rätselhaften Geisterwolken haben es mehrfach in die Medien geschafft. Denn auch zu meteorologischen Experimenten wurden die Fasern hergenommen, weil man "Luftströmungen" messen wollte. Laut der deutschen Luftwaffe bestehen #Düppel aus unbedenklicher Glasfaser und sind angeblich nicht schädlich für den Menschen. Es gibt auch Studien dazu, aber die hält die Luftwaffe unter Verschluss… und die Leute vom Militär, die mit Düppel hantieren, müssen Atemschutzmasken tragen… also harmlos!

Um in die Lunge zu gelangen, sind die haarfeinen Fäden mit 15 bis 25 Millimetern Länge und 0,1 Millimeter Dicke angeblich zu groß. Auffällig ist, der hohe Aluminiumanteil

Eine Analyse an der Technischen Universität Berlin hat ergeben, dass die Hauptbestandteile Aluminium und Silizium sind, neben Kalzium, Magnesium und Bor.

60% Aluminium / 40% Glas

Offiziell wird die Harmlosigkeit der Fasern damit begründet, dass Aluminium häufig in der Erdkruste vorkommt, allerdings reines Aluminium gibt es in der Natur nicht. Dass Nanopartikel aus reinem Aluminium schädlich sein können und welche Auswirkungen sie auf den Organismus haben, wird von Experten immer mehr an die Öffentlichkeit gebracht - aber siehe da: Die ist ja gar nicht verunsichert - im Gegenteil

Da lachen wir doch drüber!

Also, wenn sie mal wieder "Spinnfäden" sehen

Tief durchatmen! Alles harmlos!