Keine Sorge, Sie können Ihr geliebtes #Smartphone vermutlich Tag und Nacht benutzen, ohne dass Ihnen irgendetwas Schlimmes widerfährt. Letzteres wäre nach einem Bericht der Deutschen Ärztezeitung (DÄZ) und einiger amerikanischer Regionalsender dennoch fast passiert - und zwar einer Smartphonebesitzerin mittleren Alters. Denn als die Amerikanerin nach dem Aufstehen mal eben die News auf ihrem Handy sichten wollte, geschah etwas Grauenhaftes: sie wurde blind. Das gab sich zwar schnell wieder, aber es wiederholte sich. Verstört suchte die Frau ihren Augenarzt auf. Dieser gab sich Mühe, doch er konnte nichts finden. Also schickte er die Teilzeitblinde zum Neurologen.

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Dieser - die Frau muss gut versichert gewesen sein - ordnete ein MRT des Gehirns und eine Untersuchung des Nervenwassers an; eine laut Ärzten häufige, aber nicht gänzlich harmlose Prozedur. Dort fand man nichts. Doch der Neurologe stürzte sich auf einige Schattierungen im MRT des Gehirns der Frau und stellte die schreckliche Diagnose "Multiple Sklerose" (MS). Ohne weiteres habe er die Patientin aufgeklärt, sie leide jetzt nun einmal an MS und solle eine umfängliche Therapie mit allen Risiken und Nebenwirkungen beginnen.

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Sind Handys gefährlich?

Laut eines amerikanischen Regionalsenders seien im Umfeld der Patientin allerdings die Zweifel an der Richtigkeit der Diagnose gewachsen. Auf dessen Drängen hin habe sie sich daher um eine zweite Untersuchung bemüht, nun an der Mayo Clinic, wie auch die DÄZ übereinstimmend berichtet. Dort sei sie auf einen Dr. Sathiamoorthi getroffen, der sich energisch bemühte, die Diagnose einer MS zu bestätigen: Doch er fand..nichts. Stattdessen diagnostizierte er laut US-Fernsehen das "Symptom einer vorübergehenden Smartphone-Blindheit“. Die vermeintlich an MS erkrankte Dame habe, aus unerfindlichen Gründen, immer nur mit einem Auge auf ihr Handy geschaut und das andere konsequent geschlossen gehalten oder in ihr Kissen gedrückt.

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Was auch immer genau bei dieser Patientin allmorgendlich im Bett passiert ist - genau das war des Rätsels Lösung!

Auge ins Kissen?

Durch ihre konsequent einäugige Smartphonenutzung im abgedunkelten Schlafzimmer habe sich das offene Auge an die Lichtstärke des Smartphones angepasst, während das geschlossene, ins Kissen gedrückte Auge weiterhin keine Lichtreize empfangen habe. Wenn die Patientin nach ihrer morgendlichen Handy-Session dann aufstand, habe - so der Bericht - im Hirn der Frau eine Verwirrung stattgefunden. Ist es noch dunkel, wie das linke Auge meldete? Oder hell, wie es das rechte signalisierte? Dieses informative Chaos habe zu den kurzen Episoden an Blindheit geführt. Sobald das Gehirn die eingehenden Daten aus beiden #Augen richtig verarbeitet hatte, war alles wieder normal.

Weitere Fälle!

Es stellte sich heraus, dass der einzige in irgendeiner Form "blinde" Beteiligte der erste Neurologe war.

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Dieser Mann war nämlich "betriebsblind" gewesen. Wie US-Regionalsender berichteten, war diese Patientin übrigens kein Einzelfall. Auch nach Informationen der DÄZ ist die "differenzielle Helligkeitsanpassung" bei einäugiger Nutzung eines Handys oder Tablet-Computers im Dunkeln eine Quelle weitreichender Fehldiagnosen. So gebe es mindestens einen weiteren dokumentierten Fall von Handy-Blindheit, bei welchem der behandelnde Arzt einen kleinen Schlaganfall vermutete und sofort entsprechende Medikamente verordnete. Ein US-Sender sprach sogar von mehreren weiterer Fälle. Die Schatten im MRT-Scan der ersten Patientin sollen sich übrigens am Ende als Bildfehler erwiesen haben. Was lernt der Endverbraucher aus dieser wahren Geschichte, die es aus dem amerikanischen Frühstücksfernsehen bis in die DÄZ schaffte? Auch Ärzte sind nur Menschen und doppelt hält besser.

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Blasting.News Gesundheitshinweis: Sollten Sie an Symptomen irgendeiner Art leiden, suchen Sie einen Arzt auf! Hören Sie nicht auf Laien! Dieser Bericht ist korrekt, soll Sie jedoch in keiner Form davon abhalten, einen Mediziner aufzusuchen und diesem zu vertrauen! #gefährlich