In einer Stadt in #Dunkeldeutschland wollte mir ein Umweltexperte Unterlagen über bisher kaum bekannte Untersuchungen zur Luft- und #Schadstoffbelastung in den #Alpen zeigen. Die wurden zwar veröffentlicht, aber kaum wirklich an die Öffentlichkeit gebracht.

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Das würde dem Tourismus schaden.

Aber Feinstaubmessungen per Satellit haben gezeigt, dass gerade in den Alpen eine hohe Feinstaubbelastung herrscht. Die unterschiedlichen Lobby-Seilschaften brauchten hier aber wenig aktiv werden. Die Forschungen blieben weitgehend unter dem Teppich und die breite Öffentlichkeit ist hier ja bekanntlich mehr als desinteressiert..

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Verkehrte Welt

Aber siehe da: Herrlichster Sonnenschein und friedliche Stimmung bei meiner Ankunft in Dunkeldeutschland, wogegen es gerade im grünen Baden-Württemberg mächtig Ärger gab, weil die Sonne von der verdreckten Luft abgeschirmt wurde. Dabei haben internationale Forscher einen Sonnenlichtverlust bis zu 20 % festgestellt, weil die Luft heute weltweit verdreckt ist. Der eine oder andere mag sich in seiner "Umweltschutzzone" sicher und sauber fühlen, aber das täuscht gewaltig. Denn in den Tiefen der Weltmeere und in den Höhen der Berge:

überall reichlich Schadstoffe und sogenannte Dauergifte.

Im Rahmen eines von der EU geförderten Forschungsprojekts wurden die Sedimente und die Fische aus 14 Gebirgsseen in Europa - auf ihren Gehalt an organischen Dauergiften untersucht.

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Von all den untersuchten Fischen - Forellen und Saiblingen - aus ganz Europa, waren die Fische in den Tiroler Alpen am stärksten mit chlororganischen Dauergiften belastet. Sehr hohe Werte an DDT, HCH und Rekordwerte bei den PCBs und HCB wurden in dem in 2796 Meter Höhe gelegenen Schwarzsee in den Ötztaler Alpen gefunden. Die Fische hatten Leber- und Nierenschäden.

Die Belastung der Fische mit DDT und einzelnen PCBs ist in den Nord- und Südtiroler Hochgebirgsseen bis zu tausendmal höher als die von Fischen in Niedriggewässern.

An allen Messstellen - von den Stubaier Alpen bis ins Alpenvorland - konnten Dauergifte wie polychlorierte Dioxine und Furane (PCDD, PCDF), polychlorierte Biphenyle (PCBs), polybromierte Biphenyle (PBBs), DDT und seine Abbauprodukte, Hexachlorcyclohexan (HCH) bzw. Lindan, Hexachlorbenzol (HCB), Pentachlorphenol (PCP) oder polyzyklische Kohlenwasserstoffe(PAHs) in teilweise hohen Konzentrationen gemessen werden.

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Weitab von Städten, Industrie oder Ackerflächen waren fast alle Standorte mit einem Gemisch aus allen diesen Schadstoffen belastet.

Das deckt sich mit den Erkenntnissen von Imkern, deren Bienenvölker selbst weitab von Industrie und industriellen Agrarbetrieben mit den Dauergiften zu kämpfen haben.

Aus der Zusammensetzung der Schadstoffe in den höchsten Lagen ließ sich ablesen, dass die Dauergifte nicht nur aus lokalen und regionalen Quellen stammten, sondern zum Teil von weit entfernten Quellen in die Alpen transportiert werden. Wenn also die Chinesen mit Atemschutzmasken herumlaufen, dann läßt uns das kalt, weil die ja so weit weg sind?

Bis zu uns kommt der Dreck ja hoffentlich nicht und die Schadstoffe, die wir produzieren, werden ja auch noch zu den Chinesen geblasen.

Das war so ziemlich das dämlichste, was ich seit Jahren im TV zu hören bekam

und dann auch noch in einer sogenannten "Wissenschaftssendung":

Flugzeugabgase seien nicht so schlimm,

weil weit oben verblasen und dann kommt auch noch der Wind und trägt die Schadstoffe weit, weit weg - wahrscheinlich bis nach China! Der entsprechende Privatsender macht sich auffällig über "Kondensstreifen" lustig - entweder die sind völlig dämlich geblieben - oder man bekommt eine Menge Geld für den gefährlichen Schwachsinn.