Die in einer #FAZ-Fotogalerie genannten 3,5 Liter/Person/100km wurden wohl von VW gemessen?

Tatsächlich ist das Fliegen heute nach den Kreuzfahrten mit die umweltschädlichste Art der Fortbewegung. Im Gegensatz zur Lobby, deren 3,5 Liter/Person/100km die FAZ vorbildlich übernommen hat, sagen Experten jedoch, dass der Flugverkehr mit einem Faktor von mindestens DREI gegenüber bodennahen Emissionen berechnet werden muss, weil die Abgase direkt in sensible Luftschichten der Troposphäre geblasen werden, wo sie vom UV-Licht auch noch in diverse üble Stoffe "gecrackt" werden.

Weltweit recherchieren dezentrale Teams zum #Kerosinskandal, der den #Dieselskandal um Dimensionen übertrifft. Die FAZ gehört diesmal nicht dazu?

Das Fliegen ist eine "heilige Kuh" für uns Deutsche

da möchte der gestresste Erholungsuchende nicht verzichten, fühlt sich doch während des Fluges bereits der Entspannung näher. Allerdings sind die Folgen für Umwelt und Gesundheit viel schlimmer, als wir alle befürchtet haben. Und zwar so sehr, dass man die ganze Wahrheit nur häppchenweise in die Bevölkerung einfließen lassen kann - wenn überhaupt.

Selbst beim Fahrverbot in Stuttgart haben wir jedoch wieder gesehen, wie unvernünftig viele sind und trotzdem fahren.

Das Umweltbundesamt

hat sich ja im Sommer etwas aus der Deckung gewagt und per dpa die erstaunliche Meldung verbreiten lassen:

Umweltbundesamt mahnt zum Verzicht auf Flugreisen

Das war allerhand, die glücklose Ministerin Hendricks ruderte gleich mächtig zurück. Für uns Umweltschützer war das allerdings eine schöne Hilfe, aber auch ein kleine Lachnummer: Wurde doch das Umweltbundesamt prompt auf die erweiterte Nominierungsliste vom "Goldenen Aluhut" gesetzt, die aber 2016 kaum noch Medienecho hatten, sich mit der Nominierung von Xavier Naidoo offensichtlich überhoben haben mit ihrem Studentenulk.

ARD Plusminus

hat heute mit einem hervorragenden Beitrag noch kräftig nachgelegt!

Dicke Luft durch Kreuzfahrtschiffe

Der Zuschauer ahnt sicher nicht, wie viel Druck sich eine Sendung einhandeln kann, wenn sie sich mit dieser Lobby anlegt, deren langer Arm bis in den Fernsehrat hineinreicht. Dafür war der Beitrag von PLUSMINUS erstaunlich offen und brachte zum Ausdruck, wie genial Umweltschützer und teilweise auch die Politik ausgetrickst werden. Ausgerechnet die ehemalige Umweltaktivistin Griefahn sollte bei AIDA für den grünen Anstrich sorgen. Früher hat sie sich an Schiffe gekettet, heute - das war wohl noch nix?

Aber zu den enormen Schadstoffwerten ausgerechnet auf der "grünen AIDA PRIMA" wollte sich die Ex-Ministerin auch nicht äußern, denn die Werte sind fast schon Körperverletzung. So wurden die gemessenen Schadstoffwerte auch gleich heruntergespielt - als zufällige Einzelmessungen und sowieso nicht von einer anerkannten "Behörde" gemessen. Allerdings verwehrt man selbst dem Helmholtz-Institut den Zugang für Messungen. Das ist ein trickreicher Kreislauf: Messungen werden nicht anerkannt, Umweltverbänden gewährt man keinen Zutritt, die Politik hat wie üblich keine Ahnung, fühlt sich nicht zuständig, verweist auf "internationale Zuständigkeiten" usw. usw. usw. - ein Skandal.

Dabei sind die Emissionen der Containerschiffe, die den weltweiten Autoverkehr, samt all seiner "alten Diesel", locker abhängen, noch einmal um einiges umfangreicher, als die der Kreuzfahrtschiffe.

Angesichts eines sehr traurigen Verbrechens an einem Kind, das gerade Deutschland so sehr erschüttert, muss man jedoch auch einmal an die vielen Menschen denken, die alleine in Deutschland jedes Jahr vorzeitig ihr Leben verlieren, weil sie an verseuchter Atemluft gestorben sind: Offiziell um die 47000! Und da muss man die Formulierung der Kanzlerin zur Migration übernehmen: Das ist doch keine anonyme Masse, das sind alles einzelne Menschen und Schicksale - nun leider verstorben!