Der Flughafenbetreiber kann es nicht fassen, steht fasst unter Schock, zumal eine Revision nicht zugelassen wurde.

Was ist DA denn wieder los? Umweltschutz?

Wir wollen doch in den Urlaub fliegen - unbedingt! In die letzten Ressorts mit Prädikat "Naturparadies" - so wie die riesigen Kreuzfahrtschiffe bis in die sauberen Fjorde ihr Schweröl hineinblasen dürfen.

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Und außerdem: Berichten deutsche "Experten" nicht seit Jahren über die "normale Luft" gerade um Flughäfen herum - fast schon Heilklima!.

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Die Österreicher wieder!

Dabei sollte man heute viel mehr auf die durch den #Flugverkehr verursachten #Gesundheitsschäden achten, von welchen die breite Bevölkerung allerdings wenig ahnt. Denn da sorgt eine übermächtige Lobby in Deutschland dafür, dass so ein Fauxpas wie mit dem #Dieselskandal nicht nochmal passiert!

In Deutschland ist das alles viel raffinierter gedeckelt. Ein Peruaner, der gegen RWE geklagt hatte, ist gescheitert. Für deutsche Umweltjuristen ist das Wiener Urteil eine Art Weck- und Alarmruf, je nachdem, für welche Seilschaft man tätig ist.

Deutschland ist ohnehin ein "Sonderfall", hohe Politiker haben meist keine Ahnung von nichts - die von Egon Bahr verpfiffene Kanzlerakte lässt ahnen, dass wir ohnehin nicht Herr im eigenen Haus sind.

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(Ob das der Grund ist, dass Erdogan mal so einfach kommen will/kann, wenn er möchte?)

Die deutsche Umwelthilfe, die gegen 16 Städte wegen der hohen Schadstoffbelastung klagt, hat immerhin Teilerfolge in Düsseldorf und München. Denn während man beim Klimaschutz nur schwammige

„Absichtsbekundungen und Zielwerte“

beschlossen hat, liegen für die Schadstoffe genaue Grenzwerte vor. Umweltschutz ist in Deutschland als Staatsziel verankert.

Das gibt nun ein Hauen und Stechen in Deutschland, wo man vorsichtshalber seit Jahren schwache Minister in diesem Bereich einsetzt. So hat man selbst den schmalbrüstigen Klimaplan Hendricks' übelst zusammen gestrichen.

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Wenn ich denke, mit wie viel Dreck und Geld die Lobby um sich geworfen hat, um die "giftige Kabinenluft" zu vertuschen, dann ist klar, weshalb man Kritiker der Abgasschweinerei am Himmel gerade wieder so unerbittlich verfolgt.

Denn, was auch bei dem Wiener Urteil nur indirekt erwähnt wurde: Durch die weltweit verteilten Nanopartikel aus den Triebwerken, ist unser ALLER Gesundheit gefährdet. Wenn die Leute wüssten, wie sehr, würden sie nicht so völlig ungerührt zum gedimmten Himmel hochsehen, wie gerade in Weismain wieder gesehen, wo sich ein Erholungsgebiet selbst "Gottesgarten" nennt und den Abgashimmel meint, ignorieren zu müssen.

Experten weisen auf „rechtsdogmatische Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland“ hin, da die österreichische Verwaltungsgerichtsordnung „dem Gericht größere Abwägungsbefugnisse als einem deutschen Verwaltungsgericht zugesteht“.

Die deutsche Fluglobby hat vorbeugend bereits vor Wochen die Botschaft verbreiten lassen, dass man durch den hohen Konkurrenzdruck keine "Umweltauflagen" verkraften könne. Solche Botschaften haben in Deutschland fast den Rang einer Ministeranweisung.

Gleichzeitig werden die Experten von der Leine gelassen, die bis in die hintersten Provinzblättchen ihre Sicht der Dinge verbreiten - wie etwa: Flugverkehr sei global - man könne nur "global" dagegen vorgehen, weil einseitige deutsche Maßnahmen standortgefährdent seien.

So wurde auch ausgerechnet der grüne Stuttgarter Bürgermeister wegen der hohen Schadstoffwerte angezeigt - Oberbürgermeister Fritz Kuhn und der Regierungspräsident Wolfgang Reimer sahen sich mit einer Strafanzeige konfrontiert, Begründung: wegen des Verdachts auf Körperverletzung mit Todesfolge (StGB. § 227) sowie wegen des Verdachts auf Unterlassene Hilfeleistung (StGB § 323 c) , und zwar „wegen Unterlassung der Umsetzung des § 45, 1. Absatz 3, StVO“.

Mal sehen, wie lange man noch lustige Witzchen über die Abgassituation am Himmel machen kann. "Das Fahrverbot für Diesel schadet der Umwelt", titelte prompt eine Frankfurter Zeitung, deren Nähe zur Wirtschaft bekannt ist.