Im vergangenen Jahr war die Zahl der an #Burn-Out erkrankten Menschen so hoch wie noch nie. Auch wächst die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen stetig.

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Die Erkrankung zieht sich mittlerweile durch alle Gesellschaftsschichten und betrifft auch schon längst nicht mehr nur Manager und Führungskräfte, bei denen die Gründe für den Burn-Out vorwiegend in der immensen Verantwortung, im hohen Arbeitsaufwand und in den steigenden Leistungsanforderungen liegen. Besonders gefährdet sind z.B. auch Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Rettungskräfte, Ärzte, Polizeibeamte und Lehrer.

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Hier finden sich die Gründe auch in den zwischenmenschlichen Situationen, denen die Menschen in diesen Berufsgruppen oft ausgesetzt sind. Schüler sind ebenfalls immer häufiger betroffen. Bei Schülern ist es wohl mit dem steigenden Leistungsdruck in Verbindung zu bringen.

Grundsätzlich kann jeder Einzelne von uns, unter Umständen, an Burn-Out erkranken. Es ist im Endeffekt nicht ausschließlich ein berufsbedingter Zustand. Vielmehr handelt es sich um die Folge einer langanhaltenden Überbelastung, ohne (ausreichende) Ruhepausen.

Was ist das Burn-Out-Syndrom genau?

Körper, Geist und Seele brauchen regelmäßig Ruhepausen, um sich zu regenerieren. Werden ihnen diese jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg verwehrt, machen sie irgendwann dicht. Dann geht gar nichts mehr. Ebenso wie der Tank eines Fahr- oder Flugzeuges, braucht auch der Tank eines Menschen stets genügend Treibstoff, um Energie für sein Dasein, für den Alltag, aufbringen zu können. Ist der Tank leer, hat dies logischerweise zur Folge, dass nichts mehr geht.

Im Gegensatz zur Vorphase, zeigt sich die völlige Erschöpfung plötzlich.

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Bevor diese eintritt, entwickelt sie sich langsam. Der Weg zum Burn-Out hin beginnt lange vor dem bösen Erwachen. Der Betroffene ist nun definitiv auf Hilfe angewiesen, denn allein kommt er da für gewöhnlich nicht mehr heraus. Burn-Out äußert sich in permanenter Müdigkeit, innerer Leere und Überforderung. Eine normale Erschöpfung ist für gesunde Menschen kein großes Problem. Sie können die Energie wieder einholen, indem sie sich ausruhen, sich schlafen legen oder sich ihrem Hobby widmen. Beim Erschöpfungssyndrom Burn-Out ist das jedoch anders. Da ist dieser Zug quasi schon abgefahren. Im Vorfeld werden schon sämtliche Signale ignoriert und zur Seite geschoben. Der Betroffene begibt sich auf Dauer in den Funktionsmodus und beachtet seine Bedürfnisse zunehmend weniger bis irgendwann gar nicht mehr, um seine ganze Energie für das aufbringen zu können, was ihn letztendlich kaputt machen wird. Dadurch, dass so die Quellen der Energiegewinnung nicht mehr genutzt werden bzw. wegfallen und gleichzeitig immer mehr Energie hinausgeblasen wird, sind die Reserven eben irgendwann verbraucht. Zudem sind Schlafstörungen ein Teil dieser Erkrankung, was zusätzlich dazu führt, dass auch diese wichtige Ressource nicht mehr als Ruhepause angesehen werden kann.

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Im Gegenteil, schlafen ist für Menschen mit Schlafstörungen eher ein Stressfaktor. Durch die fehlende Energie, fehlt natürlich auch die Kraft, ein Hobby weiterhin auszuführen. Und wenn Gefühle nicht mehr richtig wahrgenommen werden, kann auch keine Motivation, keine Freude, entstehen, auch nicht für etwas, das einem früher sehr wichtig war.

Das Gefühl der Sinnlosigkeit im eigenen Dasein und in den eigenen Leistungen, ist ebenfalls typisch für dieses Krankheitsbild.

Nicht jede Überbelastung muss zum Burn-Out führen. Ein wichtiger Faktor ist auch die Beschaffenheit der Persönlichkeit.

Die Ursachen und Auslöser des Burn-Out-Syndroms setzen sich aus Faktoren in uns selbst (z.B. Perfektionismus, übertriebene Selbstkritik, die Vulnerabilität bzw. Verletzlichkeit, etc.) in Kombination mit Faktoren aus unserer Umwelt (z.B. die Sache, mit der die Überbelastung verbunden ist) zusammen.

Wenn Sie sich in diesem Artikel wiedererkannt haben, dann scheuen Sie sich nicht davor, sich Hilfe zu holen. Es ist keine Schwäche, sich Hilfe zu holen ..es ist Stärke! #Überbelastung #Krankheit