Die Behörden mehrerer deutscher Bundesländer warnen offiziell und eindringlich vor dem Verzehr bestimmter Produkte der Firma Haak & Christ. Einmal mehr sind damit Fischprodukte von einem Rückruf betroffen. Diese Warnung beruht auf öffentlichen Bekanntgaben (#Lebensmittelwarnung.de) und ist nicht diskutabel. Auf Packungen von Fischprodukten des genannten Betriebes sind aus noch unbekannten Gründen falsche Verbrauchsangaben aufgebracht worden. Betroffen sind Portionen in der Größe von 125 Gramm bis 1 Kilogramm. Statt der Verderbnisdaten 26. und 27. April diesen Jahres sind der 26. und 27. Oktober aufgedruckt worden. Dies sind sechs Monate Unterschied - und bei verderblichen Fischwaren ein potentiell katastrophaler Fehler.

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Betroffene Produkte sind laut den Behörden:

  • Buttermakrelenfilets
  • Forellenfilets
  • Garnelen
  • Gravad Lachs
  • Heilbutt in verschiedenen Variationen
  • Lachs in verschiedenen Variationen
  • Makrelen in verschiedenen Formen und Variationen
  • Sprotten
  • Tilapia
  • Wildlachs
  • Mix- und Mischpackungen der zuvor genannten Produkte

Die Produkte seien bis zum 26. April 2017 bzw. 27. April 2017 verzehrbar, so der Hersteller laut den Behörden. Danach sollten Konsumenten die Produkte auf keinen Fall verzehren und unverzüglich am Ort des Erwerbs zurückgeben. Käufer würden einen Ersatz erhalten.

Weitergehender Aufruf zur Vorsicht!

Der Bereich der Fischverarbeitung ist einer der sensibelsten Bereiche der Lebensmittelindustrie. Fehler, Pfusch und Schlamperei können hier weitreichende Folgen für das Wohlergehen und die Gesundheit der Konsumenten haben, warnt die Union Deutscher Verbraucher (UDV).

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Der etwas "sportliche" Umgang mit der zuvor genannten Etikettierpanne ist aus Sicht der UDV daher befremdlich. Wie sicher, sauber und zuverlässig arbeitet ein Unternehmen, welches sich beim maximalen Verzehrdatum hochverderblicher Ware um ganze sechs Monate vertut?

Wo Rauch ist, da ist auch Feuer!

Im Allgemeinen zeigt die Erfahrung, dass grobe Fehlleistungen dieser Tragweite eher in Unternehmen passieren, die grundsätzliche Probleme mit ihrer Qualitätssicherung haben. Im konkreten Fall der Firma Haak & Christ konnte dies durch die Union Deutscher Verbraucher nicht geprüft werden. Doch zeigen Erfahrungswerte früherer Vorkommnisse, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden gut beraten wären, sich die entsprechenden Unternehmen nach Fehlern einer solchen Magnitude einmal genauer anzusehen. #fisch #Haltbarkeit