Leider sieht man es den wenigsten Menschen an, ob sie toxisch sind oder nicht. Ob sie wirklich wahre Sympathie und Zuneigung empfinden oder nur auf der Suche nach einem neuen Opfer sind. Dennoch ist es erstaunlich, wie sehr sich manche Strukturen und Vorgehensweisen bei narzisstischen Menschen ähneln.

Begibt sich ein #Narzisst auf die Jagd, hat er meist eine immer wiederkehrende Vorgehensweise.

Der Narzisst will eine schnelle und enge Bindung

Bei toxischen Strukturen lässt sich immer wieder erkennen, dass gerade zu Beginn eine sehr schnelle und enge Bindung erzeugt werden möchte. Besonders zu Beginn wird das Opfer eines Narzissten geradezu hochgelobt und idealisiert.

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Typische Sätze klingen denn ungefähr so:

" so etwas wie mit dir ist mir noch nie passiert"

" du bist so wundervoll"

" wir sind perfekt füreinander"

" das Schicksal hat uns zusammengeführt"

" ich will mir mit dir eine Zukunft aufbauen"

" Ich liebe dich"

Diese Sätze signalisieren natürlich völlige Hingabe, etwas was viele Betroffene aus toxischen Beziehungen bisher noch nicht erlebt haben. Unser Unterbewusstsein ist meist auf der Suche nach der perfekten Liebe, nach dem perfekten Partner. Daher wirken diese Sätze so magisch und sorgen für die erste, enge Bindung. Doch Vorsicht ist geboten, denn wenn genau diese Sätze innerhalb der ersten drei Monate fallen, ist das nicht gesund. Liebe ist etwas, was mit der Zeit entsteht und wächst. In der Anfangszeit ist man zwar verliebt, dennoch befindet man sich erst in der Kennenlernphase.

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Gerade in dieser Zeit ist ein Narzisst nicht geizig mit seinem Zucker und streut wo er kann. Diese Vorgehensweise soll binden.

Nach der ersten Phase kommt das Aushorchen

Nach der allerersten Phase und des Höhenrausches erfolgt der Übergang in die nächste Phase. Der Narzisst hat Dich erfolgreich gebunden, nun will er alles über dich wissen. Besonderes interessiert ist er an deinen Ängsten und wunden Punkten. Er gibt sich als wunderbarer Zuhörer, doch bei folgenden Sätzen sollte man aufhorchen:

" das würde ich nie tun"

" ich habe so etwas ähnliches erlebt, ich bewundere es, wie du damit umgehst"

" gemeinsam sind wir stark"

" wir gegen den Rest der Welt"

" alle anderen sind doof außer wir"

Hinter dieser Art der #Kommunikation, verbirgt sich etwas anderes. Etwas sehr Heimtückisches. Durch dein Öffnen kennt der Energiesauger nun auch all deine Ängste, Sorgen und wunden Punkte. Er zeigt sich solidarisch und gibt an, Ähnliches erlebt zu haben. Durch diese Gemeinsamkeit erschafft er Verbindung, ein Zusammenschweißen.

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Er kommt seinem Ziel, eine Symbiose zu erschaffen, immer näher.

Erste Machtgefälle entstehen

Nun beginnt die Phase der ersten Destabilisierung, wodurch auch Machtgefälle entstehen (sollen). Da die ersten beiden Phasen bereits gut überstanden sind für den Narzissten, hat er bereits die erste Abhängigkeit erzeugt.

Die immense Menge Dosis an Liebe aus der ersten Phase hat er nun bereits stark reduziert. In dieser Phase streut er subtile Botschaften, die Unsicherheiten bei den Partnern erzeugen. Man denkt und grübelt darüber nach und selbst wenn man die Aussage des Narzissten für sich revidiert - es wirkt nach. Im Laufe der Zeit bekommt man gar nicht mehr mit, mit wie vielen subtilen Botschaft man konfrontiert ist, denn der unbewusste Anpassungsmechanismus, wird von Zeit zu Zeit mit der nötigen Dosis Liebe und Zucker vorangetrieben. Ziel in dieser Phase ist es für den Narzissten, das Selbstbewusstsein "anzuknacksen". Denn ist dies erst einmal gelungen, kann die Isolation beginnen.

Folgende Sätze lassen dies bereits leicht erkennen:

" du riechst heute irgendwie komisch, geh doch mal duschen"

" jetzt stell dich nicht so an, ich mache das schon"

" ich sage dir wie es besser geht"

" das hast du missverstanden"

" das bildest du dir nur ein"

Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl und ließe sich beliebig fortsetzen, dennoch lässt sich eines ganz klar erkennen. Durch diese Botschaften kommt der Partner ins Grübeln. " Rieche ich wirklich komisch", "ist mir nichts zuzutrauen". Zudem wird die erste Verwirrung erzeugt.

Diese Sätze erscheinen auf den ersten Blick als nichts Dramatisches und lassen sich vermutlich in vielen anderen Partnerschaften ebenso finden. Doch eine richtige Liebesbeziehung steht auf einem starken Fundament, mit echter Zuneigung. Toxische Beziehungen lassen sich also bereits zu Beginn schon erkennen, wenn man um deren Existenz weiß und die Mechanismen und Vorgehensweise kennt. In der Phase der ersten Destabilisierung, ist es gut, auf sein eigenes Körpergefühl zu bauen und diese Bindung zu beenden. Rückblickend berichten viele Betroffene, dass sie bereits zu Beginn einer toxischen #Beziehung gespürt haben, dass diese Bindung nicht nährend und wohltuend ist.