(SE/NYC) Ein bißchen Dreck hat noch keinem geschadet und was einen nicht umbringt, macht härter? Ja? Glauben Sie diesen Schwachsinn? Dann willkommen in der Wunderwelt des deutschen Gesundheitsheitswesens, wo sie lebensgefährlicher unterwegs sind als ohne Gurt auf der Autobahn. Es ist, man kann es nicht anders sagen, eine Schweinerei, die sich da abspielt. Eine Schande für ein Industrieland und eine Schmach für ein Volk, das sich für reinlich hält. Wir hatten neulich schon darüber berichtet [VIDEO], dass eine der einfachsten Arten in Deutschland sterbenskrank zu werden der Aufenthalt in einer ach so tadellosen germanischen Klinik ist. Jetzt schreiben Killerkeime an der Universitätsklinik von Frankfurt am Main Schlagzeilen.

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Drecksloch am Main?

Laut Pressemitteilung der Uniklinik Frankfurt, dem Vorzeigehospital der Goethe Universität, wurde Ende April der multiresistente und lebensbedrohliche Erreger "Klebsiella Pneumoniae" in drei verstorbenen Patienten der chirurgischen Intensivstation nachgewiesen, die daraufhin vorerst geschlossen wurde. Umfangreiche Hygienemaßnahmen wurden veranlasst, was die drei Toten natürlich auch nicht wieder lebendig macht. Welche eine Tragödie und welch eine Schmach für eine Vorzeigeklinik, die sich am Ende des Tages als Drecksloch und Todesfalle zu entpuppen droht.

Sie sterben wegen Geiz und Unfähigkeit!

Es ist seit Jahren bekannt, dass die meisten "Krankenhausinfektionen" vermeidbar wären: durch Händewaschen und desinfizieren derselben sowie der Geräte, reinliches Säubern durch Fachpersonal statt Schmuddelputzen durch Billigkräfte, das alles würde schon viel helfen.

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In den Niederlanden werden zudem alle Neuzugänge per Schnelltest auf gefährliche Erreger getestet. In Deutschland nicht. Ist das denn so schwer? Sind die Verantwortlichen wirklich so geizig, unfähig, zynisch, dumm, asozial, gemeingefährlich und gnadenlos sadistisch? Die Antwort scheint ja. Würde jeder der für die Hygiene Verantwortlichen, und damit sind auch die Ärzte, Pflegekräfte und Putzleute gemeint, für Fälle wie in Frankfurt am Main wegen fahrlässiger Tötung in den Bau wandern, wäre es schnell hygenisch sauber in deutschen Kliniken. Wetten? Doch so bleibt Händewaschen Luxus und das Stethoskop macht nur alle Schaltjahr Bekanntschaft mit dem Desinfektionsmittel.

So viel Leid! So viele Tote!

Locker 15.000 Patienten sterben jährlich an Krankenhausinfektionen, sagt Expertin Petra Gastmeier von der Berliner Charité. Die Quellen für #Infektionen können vielfältig sein: das Legen von Kathetern, das Anschließen von Beatmungsgeräten, alles Eintrittsmöglichkeiten für Erreger und #Keime. Aber die Ursache sind immer, immer, immer mangelnde Hygiene, überlastetes uns schlecht geschultes, kaum weitergebildetes oder ignorantes Personal.

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Die mangelhafte Ausstattung von Krankenhäusern kommt hinzu.

In Deutschland! Ausgerechnet!

Fast nicht zu glauben, aber wahr: Ausgerechnet in einem der reichsten, ordentlichsten und modernsten Länder der Welt ist mangelnde Händehygiene eine der wichtigsten Krankheits- und Todesursachen! Simples Waschen und Desinfizieren würde vielen Menschen das blanke Leben retten. Jeder Arzt, der morgen zur Arbeit geht, jede Schwester und jede Putzfrau - und dabei die strengen Regeln der Hygienevorschrift wieder einmal missachtet, ist ein potentieller Töter. Wir schreiben nicht Mörder, aus juristischen Gründen. Aber es entspräche den Fakten, die wohl nur noch psychopathologisch erklärbar sind. #Krankenhaus