In einer Sendung des schweizerischen Fernsehens aus dem Jahre 1988 (mittlerweile nicht mehr im SWR-Archiv auffindbar) wurde die sensationelle Entdeckung zweier Schweizer Forscher vorgestellt. Dr. Guido Ebner und Heinz Schürch demonstrierten im Studio ihre bedeutungsvollen Forschungsergebnisse bezüglich Pflanzen (Mais und Farn) und deren innovative Behandlung mit statischen Elektrofeldern. Die beiden Wissenschaftler gehörten als Mitarbeiter dem schweizerischen Großkonzern CIBA-GEIGY, heute Novartis, an – Inzwischen sind beide Forscher verstorben. Das Unternehmen ist einer der größten Chemiekonzerne der Welt. Es verkauft Dienstleistungen und Produkte in den Bereichen Landwirtschaft, Industrie und Gesundheit.

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Nun gelangten die oben genannten Wissenschaftler durch das folgende Verfahren zu einer bahnbrechenden Erkenntnis, die anhand des Exempels Mais aufgezeigt werden soll: In kleine Schalen wurden Maiskörner in Kunsterde und Wasser eingebettet. Mithilfe der Behandlung von statischen Elektrofeldern (Spannungsfelder, in denen kein Strom fließt bei bleibender Gleichspannung von einem bis zu mehreren 1000 Volt, je nach Versuchsanordnung). Die Maiskörner wurden für drei Tage in den luft- und wasserdichten Schälchen unter dem Einfluss des statischen Elektrofeldes gestellt. Die Keime wurden dann nach herkömmlicher Art im Topf oder im Gewächshaus verpflanzt. Das Ergebnis des Experiments sprach Bände: Die Maispflanzen brachten mehr Kolben als im gewöhnlichen Fall. Und das Beste dabei! Weder Genmanipulation noch chemikalische Behandlungen waren von Nöten.

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Die Vorteile, die sich bei dieser Behandlungsmethode anboten, sind/wären die Folgenden:

  • Höhere Keimungsrate
  • Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, hartes Klima
  • Keine Agrogifte

Durch die Methode werden sogar die durch Degenerationen und Zucht verloren gegangenen Erbmerklame der bestehenden Sorten aktiviert und zu neuer Pracht gebracht. Dieselbe Methode wurde auch bei den Regenbogenforellen durchgeführt. Hier waren die Ergebnisse des neuen Zuchtverfahrens ebenso überwältigend. Die Versuchsforellen wurden ein Drittel größer, schwerer, fleischiger. Auch in der Farbe und der Prägnanz des Unterkiefers gab es sichtbare Unterschiede: Die Farbe und der Unterkiefer der männlichen Fische waren ausgeprägter im Vergleich zu den herkömmlichen Fischen. Die Fischuntersuchungsstelle der Artgenossen in Bern bezeichnete die Tiere als eine Urform der Forelle, die bereits vor 150 Jahren ausgestorben war. Eine naturwissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen gab es bis heute nicht…

Was ist aus dem vielversprechenden Forschungsansatz geworden?

Die Forschungsergebnisse zeigten nun eindeutig, dass in einigen Bereichen das Wachstum auch ohne Einsatz von Chemikalien möglich ist – ein Interessenkonflikt jedoch zwischen Großkonzern und #Forschung.

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Nach dem heutigen Verfahren werden mehrere Mischlingssorten/Hybride, die hochempfindlich sind und daher deren Samen nicht verwendet werden können, eingesetzt. Im Klartext: Die Landwirte müssen das Saatgut jedes Jahr neu einkaufen – nicht nur für Mais. Die Saatgutproduktion wird wiederum von multinationalen Konzernen der Nahrungsmittel, Agrochemie- und Mineralölindustrie beherrscht: Dieselben Konzerne, die auch Dünger, Pflanzenschutzmittel und Unkrautvernichtungsanlagen der Landwirtschaft verkaufen. Für die chemische Industrie ein Milliardengeschäft! Auch für CIBA, als Produzent von „Schutzmitteln“ für Körner und Silomais. Das gleiche Interessenproblem bei den Forellen: Denn der Verkauf von Medikamenten bei der Fischzucht ist ebenso eine hervorragende Einnahmequelle, die die durch die neue Methode behandelten Fische ja nicht bräuchten.

Nun schlummerte das von CIBA-GEIGY und deren beiden Forschern eingereichte Patent für ihren vielversprechenden Forschungsansatz seit 1989 im Verdauungstrakt des Patentamtes – mit dem Vermerk: Nachahmung verboten. Auf die damalige Nachfrage des Fernsehsenders antwortete die Pressestelle des Unternehmens folgendermaßen: „CIBA hat diese Untersuchungen inzwischen alle aufgegeben. Es sind keine weiterführenden wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Gebiet unternommen worden, da sie sich nicht einem der Schwerpunktgebiete der Firma zuordnen lassen. Aus dem Grunde werden in der forschenden Industrie viele oft interessante Ansätze aus exploratorischen Projekten wieder fallen gelassen.“

Diesen Fall und die Methode der Elektrofelderbehandlung greift das Buch; “Der Urzeit-Code. Die ökologische Alternative zur umstrittenen Gentechnologie“ von Luc Bürgin auf. Der Autor hat herausgefunden, dass die Entdeckungen der beiden Forscher mittlerweile an zwei deutschen Universitäten, in Mainz und Freiburg, bestätigt werden konnten (drei Professoren unterstützen die Methode, darunter der Schweizer Nobelpreisträger Prof. Dr. Werner Arber). Das Patent wurde von den Söhnen von Schürch und Ebner zurückgekauft. Die Elektrofeld-Technologie soll im Rahmen eines Hilfsprojekts in Afrika aufgebaut werden, und den dortigen Bauern - als ökologische Alternative zum Gentech-Saatgut der internationalen Agro-Multis – kostenlos angeboten werden.

Hier ist die in den Medien verschollene Sendung, die das Thema behandelt:

#Politik #Umwelt