Eine Missbrauchsbeziehung ist selten auf den ersten Blick erkennbar. Besonders der Beginn solch einer Beziehung manövriert einen in noch nie erlebte Sphären. Solch eine Beziehung ist anders, nicht nur zu Beginn. Während zu Beginn die rosarote Brille noch Oberhand behält, reagiert der Körper dennoch schon am Anfang dieser Beziehung. Meist geschieht dies, ohne dass der Betroffene etwas direkt davon merkt oder dies gar mit der Partnerschaft in Verbindung bringt.

Erst rückblickend lassen sich die Symptome deuten und zuordnen.

Der Körper erkennt den Missbrauch

Unser Körper und unser Unterbewusstsein sind das beste Navigationsgerät, das ein jeder Mensch besitzt.

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Doch meist dürfen wir das erst im Nachhinein lernen. Bereits zu Beginn dieser Beziehung, spüren Betroffene oft ein merkwürdiges Bauchgefühl, geben diesem allerdings keine Gewichtung, denn die Verliebtheit zu groß. Zumal, wenn man noch nichts von der Existenz narzisstischer Menschen weiß, hat man scheinbar nichts zu befürchten.

Doch die Symptomatik verstärkt sich im Laufe der Zeit. Da der #Narzisst auf Dauer ein Energiesauger ist und es keine wirkliche Verbindung gibt, ist der Energiefluss auch sehr einseitig. Die Energie fließt vom Partner zum Narzisst. Der Körper und das Unterbewusstsein haben dies bereits erkannt und folgende Symptome tauchen nun nach einer geraumen Zeit auf:

- Konzentrationsschwäche

- Müdigkeit und Energielosigkeit

- plötzliche Leere und Traurigkeit die einen überfällt, scheinbar ohne ersichtlichen Grund.

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Die sind meist die ersten Symptome, die ein Betroffener bemerkt. Letztendlich wird dies selten mit der Beziehung in Verbindung gebracht, sondern vielmehr anderen Dingen zu geschoben.

Eine narzisstische Beziehung spitzt sich mit der Zeit immer mehr zu, Betroffene passen sich immer mehr an (bewusst oder unbewusst). Da all dies sehr verdeckt, subtil und schleichend passiert, wenn merken viele Betroffene diesen Prozess nicht. Der Körper wiederum hat erkannt, dass man sich in eine Verbindung voller Trugschluss und Illusion befindet. Die scheinbare Liebe, die der Betroffene sich erhofft, existiert nicht.

Längst ist der Betroffene schon nicht mehr bei sich und in seiner Mitte, stattdessen setzt der Körper permanent Stresshormone frei. Der Körper kommt selten komplett zur Ruhe, schwankt stets zwischen hoffen, bangen und Angst.

Nach der Trennung können sich die Symptome verschlimmern

Auch nach einer Trennung kommt es selten zur Ruhe. Dies hat allerdings mehrere Faktoren. Zum einen lässt der Narzisst auch nach der Beziehung das Opfer nicht los.

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Auch wenn dieser Mensch im Alltag nicht immer real präsent ist, im Kopf existiert er dennoch. Der Gedankenkreis will nicht aufhören, das permanente und unbewusste suchen nach einer Antwort und nach einer Erklärung, kostet viel Kraft und Energie. Auch wenn Betroffene wissen, dass diese Verbindung ihnen nicht gut getan hat, hängen viele noch sehr an der einstigen Illusion.

Eine narzisstische Beziehung ist wie schleichendes Gift, das zeigt der Körper extrem stark. Hierbei spielt es keine Rolle, wer sich von wem getrennt hat. Diese Verbindung hat das eigene Selbst geschwächt und viele Betroffene leiden unter der Symptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung:

- wiederkehrende Flashbacks

- andauernde innere Unruhe

- Schlafstörung

- manchmal auch Herzrhythmusstörung

- depressive Verstimmung oder #Depression

- Verdauungsbeschwerden

- Antriebslosigkeit

- Gewichtsabnahme oder Zunahme

- Gefühlslosigkeit oder Gleichgültigkeit

- das Gefühl, abgetrennt zu sein

Die Symptome können sehr vielseitig sein, doch der Körper reagiert auf die psychische Verfassung der Betroffenen. Viele, die in Gedanken die Symptomatik zurückverfolgen, erkennen, dass die ersten Anzeichen bereits von Anfang an da waren oder sich schleichend entwickelt haben. Narzisstischer Missbrauch und emotionale Gewalt machen krank. Nicht nur die Seele, sondern auch den Körper. Toxische Bindungen wirken wie Gift, wie schleichendes Gift. #Krankheit