Regelmäßig wird vom #Robert Koch Institut ein Jahrbuch der meldepflichtigen Erkrankungen in Deutschland herausgegeben. Leider finden diese Erkenntnisse - besonders in der heutigen Zeit - zu wenig Beachtung.

Im Vorwort heißt es:

Unsere Welt wächst immer enger zusammen. Durch die fortschreitende Globalisierung und die Zunahme von Handel und Reisen können sich leider auch viele Krankheitserreger leichter und schneller verbreiten. Es ist deshalb möglich, dass bislang wenig beachtete Krankheitserreger ihr Vorkommen stark verändern; der Zikavirus-Ausbruch 2015/16 in Südamerika ist ein gutes Beispiel dafür.

In dem Jahrbuch wird besonders auf die bereits eingeführten Erweiterungen in der Erfassung und Weiterleitung der entsprechenden Daten hingewiesen.

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Das Meldesystem wurde in den letzten Jahres verbessert und wird noch bis spätestens 2020 auf ein elektronisches System umgestellt.

Somit können wesentlich schneller und efektiver die relevanten Daten gesammelt und ausgewertet werden. Gerade in der heutigen Zeit ist dieses sehr wichtig.

Migranten bringen nicht nur einen Teil ihrer Kultur mit nach Europa, sondern auch eine Vielzahl an Krankheitserregern die hier bereits fast ausgestorben waren oder noch nicht vorgekommen sind.

Dieses stellt die Mediziner vor neuen und teilweise auch völlig unbekannten Aufgaben. Viele der jüngeren Ärzte kennen die in Europa ausgestorbenen und jetzt wieder mit den Flüchtlingen kommenden #Krankheiten nicht in der Praxis. Deshalb fällt ihnen eine frühzeitige und richtige Diagnose oft schwer. Hierdurch steigt die Gefahr der Epidemien auch in Deutschland.

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Denn solange die richtige Diagnose nicht gestellt ist, können keine wirkungsvollen Behandlungs- und Schutzmaßnahmen durchgeführt werden.

Mehr Personal und finanzielle Mittel sind erforderlich

Weshalb die Flüchtlingshelfer meistens bei den Erstaufnahmen entsprechende Schutzkleidung tragen. Gefährlich sind die ankommenden Migranten, die untertauchen. Alle anderen werden in den Aufnahmezentren medizinisch untersucht. Somit können schnell die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet werden, hierzu gehören auch das Isolieren der Erkrankten, um eine Ausbreitung zu vermeiden.

Auch das Robert Koch Institut sieht den starken Anstieg bei den meldepflichtigen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Migrantenwelle. Denn zuvor war ein deutlicher Rückgang der Erkrankungen zu verzeichnen. Sowohl bei den Kinderkrankheiten (meistens durch Impfungen) und bei Samonellen durch die Verbesserungen der Hygiene, sowohl in den Haushalten als auch in der Lebensmittelindustrie.

Die Migrationswelle stellt viele neue Aufgaben an die #Medizin.

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Auch wenn die Diagnose gestellt ist, bedeutet es nicht, dass die bekannten Medikamente und Maßnahmen wirkungsvoll sind, denn viele der Erreger verändern sich - manche sogar in sehr kurzer Zeit - oder die bisherigen Medikamente haben ihre Wirkung verloren. Der Bereich der Forschung muss mehr und mehr erweitert werden um die Gefahr für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Hierzu sind erheblich mehr finanzielle Mittel erforderlich.

Das Jahrbuch 2016 vom Robert Koch Institut umfasst 240 Seiten. Hierbei wird auf die einzelnen Krankheiten eingegangen und über deren Verlauf und die aktuellen Erkenntnisse berichtet. Es gibt auch eine übersichtliche Tabelle nach Bundesländern unterteilt mit Auflistung der meldepflichtigen Krankheiten, Anzahl Bevölerung und Anzahl der gemeldeten Erkrankungen.

Das Jahrbuch kann kostenlos beim Robert Koch Institut als PDF und eine übersichtliche Tabelle nach Bundesländern getrennt eingesehen werden.