Donald J. Trump tweetet wieder: Es geht um die #Drogenkrise in den USA und die tausenden Toten, die sie fordert. Aber worum es nicht geht: Um die Pharmaindustrie und ihr Geheimnis!

Bevor es zu einer hysterischen Debatte kommt, bleiben wir bei den nüchternen Fakten:

1. Jeden Tag sterben 91 US-Bürger an einer Überdosis.

2. Fast 60.000 Menschen sind 2016 in den USA an Rauschgiften gestorben.

3. Von den 91 US-Bürgern, die täglich sterben, sterben 'nur' 51 an illegalen Drogen wie Heroin!

4.

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40 US-Bürger sterben jeden Tag an verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Die Anzahl der verschriebenen Schmerzmittel hat sich seit 1999 verdreifacht. Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde wurden im Jahr 2013 250 Millionen Rezepte für Opioide ausgestellt. Einige Schmerzmittel können stark süchtig machen. Im letzten Jahr starben 60.000 Menschen an Rauschgiften, eine Zahl 20% höher als im Vorjahr.

Der Zusammenhang ist folgender:

Menschen, die zum Arzt gehen und sich starke Schmerzmittel besorgen, können eine Sucht nach den entsprechenden Substanzen entwickeln. Wenn der Arzt dann irgendwann keine Rezepte mehr verschreibt, aber die Sucht bei den Menschen noch vorhanden ist, dann sehen diese sich nach anderen Möglichkeiten um. Für einige sind vom Arzt verschriebene Medikamente die Einstiegsdroge. Als Beispiel kann man Fentanyl anführen.

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Die Substanz ist bis zu hundert Mal stärker als Morphium und tötete im vergangenen Jahr rund 20.000 Menschen in den USA.

Donald J. Trump spricht von einer "Plage" und einer "Geißel" von der die USA befreit werden müsse. Er will unter anderem eine Werbekampagne starten, welche den Amerikanern die Gefahren durch Opioide verdeutlichen soll.

Der Kampf gegen die Sucht ist im letzten Jahr um einiges schwerer geworden, weil die #Pharmalobby im Kongress ein Gesetz durchdrückte, welches die Kompetenzen der Drogenbehörde DEA beschnitt. Mit diesem Gesetz wurde es den DEA-Agenten erheblich schwieriger gemacht verdächtige Lieferungen von Pharmakonzernen zu überprüfen.

#Donald Trump hat nun den nationalen Gesundheits-Notstand wegen der Opioiden-Krise ausgerufen, aber um eine nachhaltige Lösung für das Problem zu finden, wird der Präsident die Macht der Pharmaindustrie beschneiden müssen. Doch solange die wichtigen Leute an den Geschäften mit den Suchtmitteln verdienen, wird die Krise wohl auch nicht gelöst werden.

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