Sieht man sich die Statistiken an, fällt es einem sofort auf, dass psychische Erkrankungen einen zunehmenden Raum einnehmen und sich weitaus schneller ausbreiten als bisher vermutet.

In Ländern die nicht so hochtechnisiert sind, ist dies allerdings nicht der Fall. In manchen Ländern sind diese Erkrankungen weitgehend unbekannt oder zumindest sehr selten anzutreffen. Besteht also ein Zusammenhang zwischen den Errungenschaften der #zivilisation und dem Auftreten von bestimmten Erkrankungen?

Nehmen wir als Beispiel die Menschen in Südostasien.

Eine stoische Ruhe ausstrahlend, mit dem größten Lächeln, werden Dinge akzeptiert die für uns Europäer total unverständlich sind und uns auf 180 bringen würden.

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Gedanken machen? Davon bekommt man Kopfschmerzen - oder Originalzitat: ‚Zu viel Denken tut Gehirn weh!‘

Also lässt man es einfach, sich Gedanken zu machen und geht stattdessen lieber einer weniger Kopfschmerz-lastigen Tätigkeit nach. In fast allen Lebenslagen stößt man immer wieder auch auf die Einstellung: Klappt es heute nicht, klappt es irgendwann. Wobei sich das Irgendwann natürlich nicht zeitlich eingrenzen lässt, da Zeit nicht unbedingt eine Rolle spielt. Jahrelang blieb es mir verschlossen wieso zwar alle eine Uhr haben, aber keiner Sie benutzt.

Pünktlich zu sein bedeutet, man erscheint wenn alle wichtigeren Dinge erledigt sind. Was schon einmal auch ein bis zwei Stunden länger dauern kann. Was wichtiger ist, das entscheidet man – wie eigentlich alles – sehr spontan. Dies ist keine böse Absicht sondern Grundeinstellung.

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Es ist halt nicht wichtig oder dringlich pünktlich zu sein, es gibt schließlich nichts was man nicht genauso gut einoder zwei Stunden später noch machen könnte. Im Grunde ist das eine sehr gute Einstellung die wenig bis gar keinen Stress verursacht, doch für Europäer sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Vielleicht liegt an dieser gravierend unterschiedlichen Auffassung der Schlüssel zu den gehäuften psychischen Erkrankungen in der Zivilisationsgesellschaft. Wir machen uns um alles viel zu viele Gedanken, dadurch bedingt wird man nervös und/oder unruhig und dies kann durchaus im Laufe der Jahre dazu führen, dass die #Seele einen Schaden nimmt und man an einer psychischen Erkrankung leidet.

Vielleicht sollten wir alle in den Technologieländern ein wenig kürzer treten und die Dinge als wichtig erachten die wir nur am Rande wahrnehmen. Wer kann sich heute noch an einer Blume erfreuen? Wer kann sich noch über Zeit freuen? Zeit die er mit sich selbst verbringt, ein gutes Buch liest, spazieren geht, die Natur genießt oder mit seinen Kindern spielt. Sind das nicht im Grunde die wirklich wichtigen Dinge im Leben? Man sollte einmal in Ruhe darüber nachdenken. #Depression