Im Jahr 2010 war die Sammlung Batliner auf einer Tournee in der Nationalgalerie in Prag und dem Nationalmuseum in Seoul, jetzt ist sie wieder nach Wien zurückgekehrt bis 10.03.2017 kann man sie noch betrachten.

In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf Impressionisten und Postimpressionisten wie Monet, Renoir und Degas, um einige Beispiele zu nennen. Zu finden sind aber auch Kunstwerke aus dem deutschen Expressionismus wie "der Blaue Reiter" und "die Brücke". Russland ist mit seiner Avantgarde, dem Suprematismus, Konstruktivismus und Neoprimitivismus vertreten. Die Krönung des Ganzen bilden ausgewählte Werke von Pablo Picasso.

Die Impressionisten Monet und Degas wurden zu ihrer Zeit aber nicht so begeistert aufgenommen wie heute. Die Künstler lösten mit einer neuen hellen Farbpallette ein Skandal aus. Abschätzig wurden sie Impressionisten genannt, ein Begriff der in der Moderne zu Stilbezeichnung wurde. Das Ziel das jene Künstler verfolgten, war eine spontane Wiedergabe des unmittelbaren Natureindrucks, wie er sich im Freien bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen darbot. Die Veränderung der Farben und des Schattens in einer bestimmten Lichtsituation irritierte die Zeitgenossen ebenso, wie die skizzenhafte Schnelligkeit der Pinselführung und der Verzicht auf tiefenräumliche Perspektiven. Auch die Fauvisten wurden nicht mit voller Begeisterung empfangen. Den Namen hat der Stil durch den Kritiker Louis Vauxcelles den die Bilder von Matisse, Derain, Vlaminck, Van Dongen und Dufy farbintensiv und wild wie sie waren schockierten, als er sie 1905 das erste Mal in einer Ausstellung sah. Natürlich eckten auch die Expressionisten aus der Künstlergruppe "Die Brücke", mit dem Ziel radikal neue künstlerische Wege zu gehen und sich von den Stilkonventionen der Akademien zu lösen, an. Beim Expressionismus "der Brücke" recken sich die Kunstwerke danach einen reinen und direkten, durch keine Konventionen gehemmten Ausdruck von Farbe und Form zu erreichen.

Pablo Picasso begründete den Kubismus. Dass er sich mit der Kunst Cézannes sowie Schwarzafrikas befasste, führte zu einer völligen Dekonstruktion traditioneller Bildformen. Während des Zweiten Weltkrieges schuf Picasso hauptsächlich Stillleben, Landschaften und Frauenporträts. Getrieben von der Angst, um seine immer knapper werdende Lebenszeit, schuf er 1960, ein ausuferndes Spätwerk, dessen explizite Sexualität und scheinbare Formlosigkeit selbst seine engsten Freunde verstörte. Picassos Gestalten aus dem Ende seines Lebenswerkes beherrschen monumental die Leinwand.