Okay, wer macht mit? Los, wir erinnern uns jetzt noch mal an das gute, alte Musikfernsehen! Genau, da wäre Ray Cokes zu nennen, der 1992 mit der Sendung "MTV Most Wanted". Kristiane Backer, die gnadenlos in der Sendung "RTL Samstag Nacht" parodiert wurde. War das nicht süß, wie sie uns das Roxette-Wochenende wegmoderierte? Und wenn wir aus der Schule kamen, haben wir uns Alex und Peter in "Live aus Berlin", um 15 Uhr auf MTV angesehen. Wir werden auch nie Beavis and Butt-Head vergessen, wie sie in jedes Video brüllten. Und besondere Ehre gilt, na, liebe Fans, wen haben wir vergessen? Korrekt: Markus Kavka und seine MTV News. Dank Markus wussten wir, dass Madonnas Album "Erotica" nur unter dem Ladentisch verkauft werden durfte - Jugendschutz. Doch was passierte vor ungefähr sechs Jahren? Waren es die vielen Klingeltonwerbespots im Musikfernsehen oder der Rückzug von MTV zum Januar 2011 aus dem FreeTV, was dem Musikfernsehen den vermeintlichen Todesstoß versetzte?

Musikfernsehen funktioniert wieder im PayTV

Zugegeben, die Generation Teenager heute bevorzugt immer noch Youtube. Das macht allerdings nur dann Spaß, wenn denn die Gema nicht wieder das Video sperrt. Viele stiegen um auf Video on Demand Dienste, wie Vevo oder Putpat.TV, wo man seine Musikvideos selbst aussuchen und abspielen lassen kann. Auch Beispiele von Musiksendern bestätigen Gegner darin, dass Musikfernsehen out ist. Der Berliner Socialsender "Joiz" - im Dezember 2014 meldete er Insolvenz an. Der Sender Yavido - eingestellt. Dann "Imusic1" - pleite. Viva TV hat sein Programm von einst 24 Stunden auf ganze sechs Stunden - von 6 bis 12 Uhr - reduziert. Musikfernsehen funktioniert aber wieder gut im PayTV. Jukebox auf Sky hat seine feste Fangemeinde. Der Schlagersender "Goldstar TV" - hört auf zu lachen - erfreut sich echt vor allem beim jungen Publikum. MTV Brand New ist in Premiumpakten der Renner.

MTV App bringt beliebte Kanäle zurück

Zum Frühjahr dieses Jahres, brachte MTV seine App "MTV Play" auf den Markt, auf der neben MTV-Sendungen, endlich beliebte MTV PayTV Sender auf Smartphones, Ipads, Tablets und SmartTV von Samsung und LG übertragen werden können. Das war auch dringend notwendig, denn Kabelanbieter und selbst die Telekom bei Entertain, die alle MTV-Sender noch hatte, machten da keine Ausnahme und schmissen viele Musiksender raus. Gerade MTV Dance erfreute sich großer Beliebtheit, weil dieses Genre bei den noch verbliebenen Musiksendern viel zu kurz kommt. MTV Dance bringt Clubsounds, Mixe von aktuellen Chartssongs, aber auch viele ältere Stücke.

MTV Dance zeigt in Classics auch die "Mutter aller Technosongs": Sash und "Stay" aus den 90ern, der 1997 tagsüber nur geschnitten ausgestrahlt wurde.

MTV Play App im Test von Blasting News

Wir haben für euch diese geniale App getestet und waren begeistert. So funktionierts: Man lädt sich aus dem Play Store, von seinem Android-#Smartphone, die App "MTV Play" runter. Dann registriert man sich entweder mit seiner E-Mail und einem Passwort oder seinen Facebook-Daten. Und schon geht's los. Die App erkannte unseren Samsung TV, Baujahr 2014, den Firefox-Browser, an dem wir die MTV Play-Website aufgerufen haben und sämtliche Tablets im Raum. Wir sind dann auf "Verbinden" gegangen und haben in der Spalte "TV", die Kanäle MTV Live, MTV Hits, MTV Dance und MTV Germany gefunden. Diese konnten wir problemlos auf das jeweilige Gerät projektieren. Wir wählten den Samsung TV. Und tatsächlich schauten wir die MTV Kanäle. Endlich Charts nonstop, ohne Werbung. MTV Dance bringt wieder coolen Clubsound auf den Fernseher. Es war wie in alten Zeiten. Die App lohnt sich in jedem Fall. Und auch der Preis für 2,99 Euro monatlich ist fair. Denn dafür gibt es vier Kanäle mit 24 Stunden Musikprogramm. In den letzten Wochen kam es vereinzelt zu Störungen bei den Musiksendern. Diese sind jedoch wieder behoben.

Fotos: Viacom International, MTV U.K., Stream MTV #Musik #Fernsehen