Tödliche Badeunfälle im gesamten Bundesgebiet 

Am Wochenende zeigte sich, dass der lange erwartete Sommer auch seine Schattenseiten hat. Bundesweit ereigneten sich seit Freitag über zehn tödliche Badeunfälle. In Bayern ertrank ein Vierjähriger in einem Baggersee. Am Rheinufer in Köln kam am Samstag ein Sechsjähriger beim Spielen ums Leben, nachdem er von der Strömung erfasst worden war. In einem Naturfreibad in Siegen ertrank ein Jugendlicher. Zwei Männer kamen bei Badeunfällen in der Nähe von Aachen ums Leben. Ein Mann ertrank im Berliner Plötzensee, ein 63-Jähriger im Mündesee (Uckermark). Die Rettungsstelle der Berliner Feuerwehr verzeichnete am Sonntag wegen der Hitze weit mehr als 200 Einsätze. In den Rettungsstellen der Charité wurden zehn Hitzepatienten behandelt.

Freibad mit 6000 Badegästen musste evakuiert werden

Die Hitze scheint am Sonntag einigen Jugendlichen zu Kopf gestiegen zu sein. Nach einer Massenschlägerei von bis zu 60 Teilnehmern musste das Columbiabad, ein Freibad in Berlin-Neukölln, am späten Sonntagnachmittag von der Polizei geräumt werden. Etwa 6000 Badegäste mussten das Columbiabad bei brütender Hitze verlassen. Die Täter konnten aber bisher noch nicht gefasst werden, wie die Polizei am Montag mitteilte. Sie ermittelt wegen Landfriedensbruchs.  

 

Schwimmbad-Leitung war mit der Situation überfordert

Anfangs hatten sich nach offiziellen Informationen nur zwei Jugendliche geprügelt, dann griffen immer mehr Zuschauer ein, bis schließlich einige Dutzend Menschen aufeinander einschlugen. Gegen 17.15 Uhr sah sich die Schwimmbad-Leitung dann gezwungen, die Polizei zu alarmieren. Als die Polizei eintraf, hatten sich laut Polizei alle Beteiligten wieder im Schwimmbad verteilt. Die Verantwortlichen des Columbiabades entschieden, das Bad räumen zu lassen. Das Columbiabad war in den vergangenen Jahren an heißen Wochenenden  immer wieder Schauplatz von eskalierenden Auseinandersetzungen. Auch in anderen Berliner Schwimmbädern gab es ähnliche Vorfälle mit Polizeieinsätzen. 

Helene Fischer klatschnass im Olympiastadion

Schlagerstar #Helene Fischer war am Sonntagabend nicht atemlos, aber gegen das Unwetter chancenlos. Die Sängerin musste ihr Konzert aus Sicherheitsgründen vorzeitig beenden. Zuvor hatte sie - vom Regen durchnässt - noch den Prince-Klassiker „Purple Rain“ zum Besten gegeben. Helene Fischer hatte ihren 60.000 Fans aber vorher das Unwetter als Grund für den Konzertabbruch erklärt und versprochen : "Wir holen das nach, Berlin, okay? Wir sehen uns wieder“.

 

 

Flüge nach Berlin wegen des Unwetters umgeleitet

Viel Geduld brauchten Reisende auf dem Weg zurück nach Berlin: Wegen des Unwetters waren mehrere Flüge mit Ziel Berlin-Tegel umgeleitet worden. Laut Online-Auskunft über die Ankunftszeiten am Flughafen zufolge wichen zwischen 22 Uhr und Betriebsschluss 17 Flieger auf andere Flughäfen aus. Gemäß Flughafenauskunft vom frühen Montagmorgen mussten die Flugzeuge unter anderem in Dresden landen.

 

Tipp: Damit sich das Gemüt nicht zu stark erhitzt, sollten Sie viele und gut gekühlte Getränke zu sich nehmen. Wie wäre es mit einer Berliner Weiße alkoholfrei? Man nehme alkoholfreies Bier und schütte Himbeer- oder Waldmeister-Sirup hinein. Na denn Prost!

Foto: „Lightning NOAA“ von C. Clark - NOAA Photo Library (direct), NOAA Central Library; OAR/ERL/National Severe Storms Laboratory (NSSL), Image ID: nssl0010. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

jh

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