Aus Anlass des ersten Todestages von Lorin Maazel zeigt der Pay-TV Sender „Classica (im Sky Abo erhältlich) eine legendäre Aufnahme einer der populärsten Opern überhaupt – in absoluter Spitzenbesetzung. Der unvergessene Luciano Pavarotti singt den Radames, Maria Chiara die Aida und Nicolai Ghiaurov den Ramfis. Lorin Maazel dirigiert den Chor und das Orchester der Scala di Milano. Zu sehen auf Classica am 12. Juli um 21:30 Uhr.

Legenden

Die Auftragsvergabe zur Komposition der Oper „Aida“ von Giuseppe Verdi ist mit einigen Legenden verbunden, die fast zu Fakten geworden sind. Grund zur Auftragserteilung war aber weder die Eröffnung des Suezkanals noch die des Opernhauses in Kairo. 1870 war die Oper fertig. Der deutsch-französische Krieg kam dazwischen. Am 24. Dezember 1871 kam es dann zur Uraufführung in Kairo. Verdi ließ sich in erster Linie mit barer Münze überreden diese Oper zu komponieren. Heute würde man wohl von einer Traumgage sprechen – 150.000 Goldfranken kassierte Verdi. Wenn man profan nach dem großen Hit der Oper recherchieren würde, käme man wohl nicht am "Triumphmarsch" vorbei. Auch Verdi dürfte das schon so gesehen haben, denn speziell für den Triumphmarsch bestellte er eigens angefertigte Trompeten.

Legendäre Aufnahmen

Die ganz großen der Operngeschichte sind natürlich auch nicht an „Aida“ vorbeigekommen. Nikolaus Harnoncourt nahm die Oper 2011 mit Olga Borodina und Thomas Hampson auf. James Levine stand 1991 Placido Domingo zur Seite. Auch mit Claudio Abbado arbeitete Placido Domingo 1983 an einer sehr gelungenen Produktion. Der legendäre Herbert von Karajan spielte „Aida“ mit einem hochkarätigen Team 1979 ein. Die Hauptpartien sangen Mirella Freni, Agnes Baltsa, Jose Carreras und Ruggero Raimondi. Maria Callas sang 1951 die „Aida“ - von vielen wird diese Produktion als die beste überhaupt angesehen.

Experimente

Die Handlung der Oper reizt natürlich fortschrittlich denkende Regisseure immer wieder zu teils gewagten Neuinterpretationen. Von einer Art szenischer Aufführung mit spartanischem Bühnenbild bis zu einer „Prunkoper“ war „Aida“ schon in allen denkbaren Variationen zu sehen. Es ist aber sehr tröstlich, dass auch die unsinnigste Inszenierung die #Musik von Verdi nicht „gefährden“ kann. Verdis Musik wird jede Mode überleben und auch die Aufführung mit Luciano Pavarotti und Maria Chiara.

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