Knochen waren größtenteils unbeschadet

In der Seitenkammer einer Höhle nahe Johannesburg hat ein Forscherteam möglicherweise einen sensationellen Fund gemacht. Es soll sich dabei um Fossilien handeln, die einer Gruppe von 15 Individuen zuzuordnen sind. Insgesamt seien 1550 Knochenteile von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern an die Erdoberfläche gebracht worden. Wegen des Fundorts und des besonders guten Erhaltungszustandes der Knochen gehen die Forscher davon aus, dass die Ur-Menschen dort bestattet wurden. Zwei Wissenschaftler des Max Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie waren maßgeblich an dem Fund beteiligt.

Winziges Gehirn und kleiner Körper

Der Homo naledi soll nur 1,50 Meter groß geworden sein und 45 Kilo gewogen haben. Seine Hände konnte er laut Erkenntnissen der Forscher zum Gebrauch von Werkzeugen einsetzen. Seine stark gebogenen Finger sollen darauf hinweisen, dass er durchaus zum Klettern in der Lage war. Seine Füße unterscheiden sich kaum von denen des modernen Menschen. Seine langen Beine könnten ihm zu langeren Wanderungen gedient haben. Sein Gehirn war eher klein, in der Größe vergleichbar mit einer Orange. Durch die Kombination seiner anatomischen Eigenschaften unterscheide sich der Homo naledi von allen bisher bekannten Menschenarten.

Größter zusammenhängender Fund

Der Name der neuen Menschenart "Homo naledi" hängt mit dem Fundort zusammen. Die Höhle heißt "Rising Star", übersetzt "Aufgehender Stern". Naledi bedeutet in der in Südafrika regional gesprochenen Sprache "Sesotho", also Stern. Den Forschern gemäß handelt es sich um den bisher größten zusammenhängenden Fund fossiler menschlicher Überreste auf dem afrikanischen Kontinent. Bis heute gilt die Annahme, dass der moderne Mensch (Homo sapiens) in Afrika seinen Ursprung hat. "Homo sapiens" bedeutet verstehender, vernünftiger Mensch. Zu dessen Eigenschaften gehört auch das Zweifeln. Daher gibt es auch Skeptiker aus der Wissenschaft, die an dem Sensationsfund in Südafrika zweifeln. 

jh     

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