Damit wir uns nicht missverstehen: Taylor Swift gehört zu den größten Künstlern, die momentan auf dem Markt herrschen. Taylor ist unschlagbar in Verkaufszahlen, in Views auf Vevo, bei der Anzahl von TV-Auftritten und so weiter. Wir könnten die Liste ewig fortführen. Die 25-Jährige ist zudem siebenfache Grammy-Trägerin und heimste erst letzten Monat beim "MTV Video Music Award" Preise für das "Video Of The Year" und "Best Collaboration" ein. Dann war Swift noch Gewinnerin mit dem "Best Pop Video" und "Best Female Video". Sowas nimmt die Sängerin an Auszeichnungen mal eben an einem Abend mit. Unglaublich! Ihr brandneues Video "Wildest Dreams" hat mit über 100 Millionen Klicks schon innerhalb von zwei Wochen alle Rekorde gebrochen. Wie macht sie das nur?

Taylor Swift untersagt Verbreitung bei Spotify und Co.

Hinter diesem Erfolg steckt eine absolut professionelle und sehr konsequente Geschäftsfrau. Beispiel Streamingdienste wie Deezer oder Spotify: Hier sind Titel wie "Wildest Dreams" nur in einer miesen Karaoke-Version verfügbar. Taylor Swift lehnt es ab, ihre neuen Alben und Singles bei den Diensten anzubieten. Streaming verramsche die #Musik nur. Das stimmt nur zu Hälfte. Denn Deezer und Co. führen durchaus Gebühren an die Stars und Plattenlabels ab. Sie beugen sich schon lange dem Druck von Universalmusic, SonyMusic oder Warner Bros. und fahren kostenlose Angebote massiv zurück. Und mit einem Abo zahlen Nutzer im Jahr immerhin 120 Euro im Durchschnitt. Das ist für einen Teenager mit wenig Taschengeld sehr viel Geld. Natürlich schmälern Streamingdienste etwas den Gewinn, aber nicht so erheblich wie es Künstler gern darstellen. Ja, die Albumverkäufe werfen viel mehr ab. Aber je mehr ein Song bei Streaminganbietern geklickt wird, desto höher auch die Einnahmen. Viele Künstler auf Spotify und Deezer sind nach wie vor sehr gut im Geschäft.

TV Sender müssen Auftritte zeitnah offline nehmen

Beispiel TV-Auftritte: Taylor hatte vor gut 10 Monaten in einer NBC Late Night-Show ihren Song "Welcome to New York" performt. Auch dieser Song musste von der Plattform YouTube vom Sender entfernt werden. Obwohl die Rechte eigentlich beim Sender liegen. Trotzdem sind die Verträge für Auftritte knallhart. Wer Swift nach dem Auftritt weiter hören will, soll sich das Album "1989" kaufen. Der Song "Welcome to New York" ist gleich Titel Nummer eins. Taylor steuert sehr genau den Verkauf und ihre Rechte an der Musik. Das macht sie konsequent. Es ist nie persönlich, es geht nur um das Geschäft! Und vielleicht ist das auch der Grund, dass die Menschen wie wild immer und immer wieder ihre Songs im Netz anklicken. Weil die Musikclips hier noch kostenlos sind.

Taylor Swift ist sehr herzlich zu ihren Fans

Nun könnte man Swift vorwerfen, sie wolle nur Geld machen. Warum denn auch nicht? So ist eine grandiose Künstlerin. Auch wenn ihre letzten Videos immer wieder die ewig Verlassene zeigen. Nun denn, manche gehen zur Therapie, Taylor verarbeitet ihr früheres Liebes-Chaos eben in der Musik. Swift ist auch einzigartig im Umgang mit Fans. Kaum ein anderer Star gibt sich so nah zu den Fans. Konzerte fangen schon mal später an, wenn nicht alle geladenen Anhänger aus den Fanclubs im Backstage-Bereich ein Bild mit ihr bekommen haben. Mit 25 Jahren hat Taylor Swift nicht vergessen, wem sie den großen Erfolg in so jungen Jahren zu verdanken hat.

Taylor Swift zeigt ihr neues Video "Wildest Dreams" über Facebook:

Fotos: Universalmusic Group

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