Die Holzhacker-Morde setzten 1986 das kleine Dorf Newton in den USA in Aufruhr. Begangen wurde der #Mord von Richard Crafts, der mit seiner Frau Helle zu diesem Zeitpunkt elf Jahre verheiratet war. Helle war eine Flugbegleiterin und hatte ihren Mann auf einem ihrer Flüge kennengelernt. Am Abend des 19 November 1986 wurde die attraktive junge Frau von ihrem Mann erschlagen.

Helle hatte herausgefunden, dass der 49-jährige Richard sie systematisch mit mehreren Frauen betrogen hatte. Sie hatte kurz vor dem Mord ihren Mann zur Rede gestellt, ihn mit Beweisen konfrontiert und ihm Scheidungspapiere vorgelegt. Eine Situation, die den auf großem Fuß lebenden Richard vor immense finanzielle Probleme gestellt hätte.

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Im Streit erschlug er seine Frau.

Dies alleine war es jedoch nicht, was den Fall zu einer nationalen Medien-Sensation werden ließ. Es war die kaltblütige Art und Weise, wie Richard Crafts sein Verbrechen zu vertuschen versuchte.

Nach ihrem Verschwinden behauptete Richard zunächst gegenüber Bekannten, seine dänisch-stämmige Frau sei in ihre Heimat zurückgekehrt, um dort bei ihrer Mutter zu leben. Doch Helles Freundin und ein von ihr hinzugezogener Privat-Ermittler gaben sich mit dieser Erklärung von Helles Verschwinden nicht zufrieden.

Sie traten an die Polizei von Newton heran und trugen dort ihre Sorge vor, Richard Crafts könnte Helle ermordet haben. Als Motiv gaben sie Richards ausschweifenden Lebensstil an. Richard habe in den Jahren zuvor seine Frau wiederholt körperlich attackiert.

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Nach einem dieser Vorfälle hatte sie einer Freundin anvertraut: „Wenn mir jemals etwas passieren sollte, glaubt nicht, dass es ein Unfall war.“ Die Polizei nahm in der Folge die Ermittlung auf.

Die Ermittler folgten dabei dem Hinweis des Fahrers eines Schneepflugs. Dieser hatte angegeben, er habe am Ufer eines Flusses einen Mann gesehen, der sich bei heftigem Schneetreiben an einer Holzhack-Maschine betätigt hatte. Die Hektik, mit der der Mann agierte und die Tatsache, dass er seiner Arbeit während eines Schneesturms nachging, seien ihm verdächtig erschienen, so der Augenzeuge.

Grauenhafte Fundstücke

Die Polizei fand an der ihnen so beschriebenen Stelle keine Leiche - wohl aber einige blonde Haarsträhnen, Hautpartikel, Blut und Fingernägel. Die DNA-Technologie war zu dieser Zeit noch nicht weit entwickelt, aber es gelang der Polizei, aus den Blutresten die Blutgruppe zu bestimmen. Eine Übereinstimmung mit Helles Blutgruppe 0 konnte festgestellt werden.

Auch andere Beweis-Stücke fügten sich zu dem eindeutigen Bild zusammen, dass Richard seine Frau ermordet hatte.

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Unter anderem konnte eine vor Ort gefundene Kettensäge mit eingravierter Seriennummer Richard Craft zugeordnet werden. Über eine am Tatort gefundene Quittung konnte zudem belegt werden, dass Richard mit einem Holz-Zerkleinerer am Tatort gewesen sein musste. Als schließlich ein Zahn von Helle Craft gefunden wurde, wurde sie offiziell für tot erklärt – und Richard festgenommen.

Täter zerkleinerte sein Opfer systematisch

Vor Gericht konnte der Tathergang dann wie folgt rekonstruiert werden: Richard hatte Helle im Streit mit einem stumpfen Gegenstand erschlagen. Er hatte anschließend den Leichnam in seine Gefriertruhe gelegt. Er hatte den gefrorenen Körper einige Tage später zum Fluss gefahren und gehofft, während des Schneesturms unentdeckt zu bleiben. Am Fluss angekommen hatte er den Leichnam seiner Frau zunächst mit einer Kettensäge in kleine Stücke zersägt und die so zerkleinerten Teile nach und nach in einem Holz-Zerkleinerer weiterverarbeitet.

Die Jury in Richard Crafts Fall brauchte nach dem Ende der Beweisführung vor Gericht nur acht Stunden, um zu einem einhelligen Urteil zu kommen. Zu eindeutig war die Beweislage.

Richard Craft wurde wegen Mordes zu 50 Jahren Haft verurteilt. Der Fall erlangte aufgrund der Kaltblütigkeit, mir der Richard Craft vorgegangen war, landesweit Berühmtheit. #makaber #grusel