Sie ist eine Serienkillerin, deren Taten ganz besonders monströs und schockierend sind: Karla Homolka. Optisch war und ist Homolka ein blonder Engel, geboren 1970 in Kanada. Mit 17 Jahren lernte sie ihren ersten Ehemann Paul Bernardo, einen brutalen Serienvergewaltiger, kennen. Sie heiratete Bernardo, obwohl dieser ihr noch vor der Hochzeit gestanden hatte, dass er der damals fieberhaft gesuchte Scarborough-Vergewalter war. Und noch vor der Hochzeit begingen die beiden ihren ersten gemeinsamen Mord.

Das erste gemeinsame Opfer wurde ausgerechnet Tammy, die kleine Schwester von Homolka und der Grund dafür war genau so abartig wie die Taten den Killerpaares: Bernardo hatte sich darüber geärgert, dass seine künftige Ehefrau nicht mehr unschuldig war, als sie sich kennenlernten.

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Als Ausgleich dafür bot Homolka dem Vergewaltiger die Jungfräulichkeit der 15-jährigen Tammy an.

Um die Tat zu begehen, stahl die Tierarzthelferin Homolka bei der Arbeit ein Beruhigungsmittel für Pferde und mischte damit ein Getränk für die Schwester. Während sich beide an dem betäubten Mädchen vergingen, nahmen sie ihre widerlichen Taten auf Video auf. Damit Tammy nicht erwachte, wurde ihr ein Tuch mit einem Betäubungsmittel vor den Mund gehalten. Die 15-Jährige musste sich während der Tat übergeben und erstickte an ihrem Erbrochenen. Die entsetzliche Tat wurde zunächst nicht erkannt und als Unfall eingestuft. Homolka und Bernardo konnten ihr grausames Treiben fortsetzen.

Die Morde an Leslie und Kirsten

Die 14-jährige Leslie Mahaffy wurde in ihr gemeinsames Zuhause verschleppt und tagelang gefoltert und vergewaltigt.

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Als sie dessen überdrüssig wurden, erwürgte Bernardo das Kind, zerstückelte es mit einer Motorsäge und warf die Leichenteile in Zement eingelegt in einem See. Ausgerechnet am Tag der großen Hochzeit des Killerpaares wurde die Leiche ihres Opfers gefunden. Die grausamen Mörder feierten indes fröhlich mit ihren Gästen.

Die 15-jährige Kirsten French wurde 1992 entführt und erlitt das gleiche entsetzliche Schicksal wie Leslie. Die Leiche von Kirsten wurde in einem Straßengraben entsorgt.

Doch dann wurde Bernardo gegenüber Homolka gewalttätig. Im Januar 1993 prügelte er seine Frau krankenhausreif. Homolka trennte sich und zeigte ihren Mann wegen häuslicher Gewalt bei der Polizei an. Einen Monat später gelang es der Polizei mithilfe von DNA Bernardo als den Scarborough-Vergewaltiger zu überführen. Jetzt wurde Homolka für die Ermittler zu einer wichtigen Zeugin. Sie gestand sogar ihre Beteiligung am Tod ihrer Schwester, stellte sich aber selbst als Opfer von Bernardo dar. Sie sei zu der Beteiligung an den Verbrechen an den Mädchen gezwungen worden.

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Sie bekannte sich vor Gericht des zweifachen Totschlags für schuldig und konnte so einen Deal über 12 Jahre Haft aushandeln.

Die Mörderin in der Grundschule

Die Bevölkerung war mit dem milden Urteil unzufrieden, doch es sollte noch schlimmer kommen. Kaum war das Urteil rechtskräftig, tauchten die Videobänder auf, die bewiesen, dass sich Homolka mit Begeisterung an den abartigen Taten beteiligt hatte. Doch nun war es zu spät. Während Bernardo lebenslänglich für 14 Vergewaltigungen und die Morde erhielt und immer noch im Gefängnis sitzt, ist Homolka seit 2005 auf freiem Fuß.

Sie heiratete ihren zweiten Ehemann, bekam drei Kinder und sorgte auch in diesem Jahr wieder für Schlagzeilen. Obwohl sie für den schrecklichen Tod von drei jungen Mädchen mitverantwortlich ist, arbeitete sie gelegentlich als freiwillige Helferin in einer Grundschule in Montreal, die auch ihre Kinder besuchten. Die anderen Eltern reagierten völlig entsetzt. Es konnte sie auch nicht beruhigen, dass Homolka in einem Radio-Interview erklärte, dass sich die Eltern keine Sorgen um ihre Kinder machen müssten. #Horror #Mord #grusel