Der U-Boot-Bauer Peter Madsen – ein eiskalter Mörder?

Die Beweislage im Fall Kim Wall verdichtet sich. Jetzt soll #Peter Madsen auch noch mit weiteren ungeklärten Mordfällen in Verbindung gebracht werden.

Am 10. August 2017 machte sich die schwedische Journalistin Kim Wall für eine Reportage mit dem U-Boot-Bauer Peter Madsen auf den Weg mit dem selbstgebauten U-Boot in der Nähe von Kopenhagen über die Ostsee zu fahren. Am 11. August ging jedoch südlich von Kopenhagen das U-Boot UC3 Nautilus unter, während Madsen gerettet werden konnte, gab es keine Spur von Kim Wall. Madsen behauptete das U-Boot sei, nachdem er Wall persönlich vor dem Sonnenuntergang auf einer Halbinsel am Hafen von Kopenhagen abgesetzt habe und er selbst auf dem Rückweg war, auf unerklärliche Weise untergegangen.

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Nachdem die Polizei aber herausfand, dass das U-Boot absichtlich versenkt wurde und da sich Blutspuren im Unterdeck befanden, zog er seine Aussage zurück. Am 21. August 2017 fand ein Radfahrer am Ufer der Insel Amager den Torso der Journalistin. Im November wurde auf dem Handy von Peter Madsen ein Hinrichtungsvideo gefunden, zudem fanden Ermittler vor kurzem in einer Bucht nahe Kopenhagen den rechten Arm der Journalistin. Aufgrund des gleichen Tatverlaufs soll die DNA von Peter Madsen mit der von anderen ungeklärten Mordfällen rundum Kopenhagen verglichen werden.

Können mithilfe seiner DNA weitere Mordfälle aufgeklärt werden?

Anfang Oktober bat die norwegische Polizei um DNA- Proben des mutmaßlichen Mörders von Kim Wall. Kurz darauf baten auch die schwedischen Kollegen um eine Probe. Nun soll die DNA mit weiteren ungeklärten Mordfällen in ganz Schweden, Norwegen und Dänemark verglichen werden, die einen ähnlichen Tathergang aufzeigen.

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Aktuell laufen die Untersuchungen im Mordfall Kim Wall und älteren Morden auf Hochtouren, weshalb die Polizei sich bis heute noch nicht dazu geäußert hat, ob es Übereinstimmungen mit der DNA in weiteren Fällen gibt.

Zumindest sind sich die Ermittler in einer Sache einig, Peter Madsen muss mit großer Wahrscheinlichkeit für den Tod der Journalistin verantwortlich sein. Alle Beweise sprechen dafür. Die Ermittler waren von Anfang an Madsen gegenüber skeptisch. Er habe seine Geschichte über den #Mord mehrfach geändert. Anfangs sprach er von einem Unfall, Wall hätte sich den Kopf eingeschlagen und er habe sie daraufhin auf See bestattet.

Seine nächste Version war, es wäre ein Unfall passiert, wobei das U- Boot untergegangen sei. Letztendlich gab er zu Kim Wall verstümmelt zu haben. Eine Begründung für seine Handlung gab er nicht bekannt. Er stritt auch sexuelle Übergriffe auf die Journalistin vehement ab, obwohl die Gerichtsmediziner einen eindeutigen Beweis haben sollen, dass Wall vor ihrer Verstümmelung sexuell missbraucht wurde. #Verbrechen