Die Bundesregierung versucht auch weiterhin mit allen Mitteln die Verbreitung der E-Zigarette zu stoppen - auch wenn es sie ihre eigene Glaubwürdigkeit kostet.

Anfang des Jahres verkündete das Gesundheitsministerium stolz den merklichen Verkaufsrückgang von Filterzigaretten. Dass dafür gleichermaßen der Verkauf von Zigarillos und Zigarren anstieg wurde nur in einem Nebensatz erwähnt. Fazit: Der Raucher hört nicht auf zu Rauchen - er ändert nur sein Rauchverhalten. Eigentlich also nur eine gute Nachricht für die Tabak-Lobby. Wäre da nicht die ungeliebte E-Zigarette, die immer mehr Raucher zum Umstieg motiviert. Mittlerweile "Dampfen" rund drei Millionen Deutsche - Tendenz: steigend. Die Tabakindustrie erwartet Taten von der Bundesregierung, Und die wirken mehr als unbeholfen. Es wirkt wenig überzeugend, wenn eine Regierung seinen mündigen Bürgern predigt: "Rauchen ist schädlich. Rauchen tötet", aber mögliche Alternativen ohne eigene Sachkenntnis verdammt, oder gar verbietet.

Die Funktionsweise der E-Zigarette ist schnell erklärt. Über einen sogenannten "Verdampfer" wird ein Liquid erhitzt und inhaliert. Diese Liquide sind in vielfältigen Geschmacksrichtungen, und mit oder ohne Nikotin, erhältlich. Die Basis dieser Flüssigkeiten besteht großteils aus Geschmacksträgerstoffen, die auch in der Lebensmittelindustrie verwendet werden.

Die Bundesregierung wird nicht müde in regelmäßigen Abständen darauf hinzuweisen, dass es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Liquide und deren langfristige Wirkung auf den Körper gebe. Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. In Printmedien als auch im Internet gibt es mittlerweile zahlreiche Abhandlungen von angesehenen Medizinern. Diese besagen durchweg, dass der Konsum von E-Zigaretten unbedenklich sei. Ebenso besagen sie deutlich, dass der Konsum deutlich gesünder als der einer Filterzigarette sei. Auch wird darauf hingewiesen, dass das Dampfen allgemein nicht "gesund" ist - klar. Vielleicht mag es daran liegen, dass unsere Kanzlerin das Internet immer noch als "Neuland" betrachtet, und daher diese Untersuchungen unentdeckt bleiben. Andererseits: Was hält unser Gesundheitsministerium davon ab bei einem unabhängigen Institut selbst eine Untersuchung in Auftrag zu geben? Die Antwort ist erschreckend einfach: Kein Interesse.

An diesem Wochenende meldete sich nun die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, zu Wort. Sie warnte laut einer Meldung der "Tagesschau" vor dem Gebrauch der E-Zigaretten, da "die Inhaltsstoffe der Liquide weitgehend unbekannt" seien. Diese sind übrigens auf jeder gekauften Liquidflasche aufgedruckt...


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