Die jetzigen Soft Skills gehören der Vergangenheit an. Im Zeitalter der Globalisierung werden ganz andere Soft Skills erforderlich. Während sich weltweit die Krisen mehren und ganze Bevölkerungsschichten der Globalisierung zum Opfer fallen, steigt die Zahl jener, die an Depression oder Burn-Out erkranken sprunghaft an. Schuld ist die mangelnde Fähigkeit mit Krisensituationen umzugehen. Soft Skills wie Resilienzaufbau und mit wenig Geld gut zu leben sollen Abhilfe schaffen.

Unter Soft Skills versteht man laut Wikipedia die Gesamtheit individueller Einstellungen und Fähigkeiten, die dazu dienlich sind, eigene Handlungsziele mit den Einstellungen und Werten einer Gruppe zu verknüpfen und in diesem Sinne auch das Verhalten und die Einstellungen dieser Gruppe zu beeinflussen. Als Beispiel dienen Selbstmanagement, Selbstmotivation und vieles mehr.

Bisher als Standard in diversen Kursen und Schulungen verwendet wirken sie in Krisenzeiten antiquiert. Neu im Kommen sind der Aufbau von Resilienz und die Fähigkeit mit wenig Geld gut zu leben. Wenn man die angeführten Fähigkeiten genauer betrachtet mögen sie auf den ersten Blick aufs Gleiche hinauslaufen. Der Unterschied liegt im Umfeld, in welchem diese Fähigkeiten abgerufen werden sollen. Während erstere auf stabile soziale Verhältnisse abzielen, lassen letztere erkennen, das sie aufs Überleben unter ungünstigsten sozialen Voraussetzungen abzielen.

Als die wichtigste Fähigkeit nennen Experten den Aufbau von Resilienz. Unter Resilienz versteht man jene innere Stärke, die Krisen und Schicksalsschläge unbeschadet überstehen lässt. Resilienz ermöglicht es Menschen auch unter starkem Druck nicht zusammenzubrechen. Diese, schon längst in militärische Kreise Einzug gehaltene Fähigkeit wurde lange auf äußere Einflüsse zurückgeführt. Als Einflussfaktoren werden die Familie des Betroffenen, seine Kultur, seine schulische Umgebung, seine Intelligenz, sowie die Fähigkeit, Emotionen und Handlungen zu kontrollieren, genannt.

Neueste Forschungsergebnisse von Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch lassen daraus schließen, dass diese Faktoren die Resilienz eines Menschen nur indirekt beeinflussen. Aus diesem Grund stellt das Team um Prof. Dr. Kalisch das Gehirn selbst und die Frage wie das Gehirn bestimmte Situationen oder Reize beurteilt, in den Mittelpunkt. Eine positive Reizbewertung ist vermutlich der zentrale Mechanismus, der letztlich über die Resilienz des Individuums entscheidet. Professor Kalisch ist überzeugt, dass sich diese Fähigkeit steigern und trainieren lässt. Eventuell wäre dann "Glücklich sein" keine Frage der äußeren Umstände sondern eine bewusste Entscheidung. #Arbeitsamt #Gesundheit