Das Fasten, das kennt wohl jeder, aber dennoch halten sich immer weniger daran, in der Zeit vor Ostern ein wenig über sich selbst nachzudenken und an sich zu arbeiten. Ein Grund warum dies der Fall sein könnte, ist dass die römisch-katholische Kirche ihre Glaubwürdigkeit verliert und die Fastenzeit in Vergessenheit gerät. Fasten muss aber nicht unbedingt heißen, auf alles zu verzichten, sondern kann zum Beispiel die Motivation sein, sich von den "überflüssigen Pfunden" zu verabschieden.

Natürlich macht das nur Sinn, wenn wir konsequent durchziehen, was wir uns vornehmen und nicht nach dem ersten Meilenstein schon die Lust daran verlieren. Deswegen sollte man sich ein Ziel setzen, auf das man hinarbeiten möchte, zum Beispiel wieder die Lieblingshose tragen zu können, oder die Waage nicht mehr als Feind anzusehen.Wenn wir uns unser Ziel gesetzt haben, wollen wir es auch erreichen. Vielleicht ein bisschen weniger Schokolade essen, oder es lebe der Sport! Hier heißt es für einen selbst die richtige Sportart zu finden die einem auch Spaß macht. An Auswahlmöglichkeiten mangelt es in diesem Bereich ja nicht. Aber man kann diese Zeit nicht nur dafür nutzen alte Laster loszuwerden. Zum Beispiel könnte man zur Abwechslung mal etwas Neues ausprobieren oder eben das zu machen, was man immer schon mal machen wollte, aber wofür man bis jetzt leider noch keine Zeit gefunden hat. Oder man nimmt sich Zeit für sich selbst, um über die eigene Lebenseinstellung nachzudenken und vielleicht sogar, wenn einem diese nicht mehr konform erscheint, etwas daran zu ändern. Auf jeden Fall sollte man das tun, wozu man auch wirklich Lust hat und das einen möglicherweise ein Stück weiter bringt. Mit Zwang etwas zu tun, macht nämlich keinen Sinn, Veränderungen können nur vonstattengehen, wenn man auch etwas ändern will. Es bleibt also jedem selbst überlassen, die Fastenzeit zu nutzen, oder sie ein weiteres Jahr unbeachtet an einem vorüberziehen zu lassen.

In diesem Sinne wünsche ich noch eine schöne Fastenzeit.