Rezepte, Kosmetik, Fashion und Lifestyle. Es gibt viel, worüber es sich zu schreiben lohnt. Für die 20-jährige Lynn aus Hannover begann alles mit einer weiten Reise auf den afrikanischen Kontinent. Das, was sie sah und erlebte, wollte sie aber nicht alleine für sich behalten. Und so fing sie an zu Bloggen. 

"Für mich ist das Bloggen eine Art Therapie. Ich war letztes Jahr im südlichen Afrika und habe dort eine unglaubliche Zeit verbracht. Als ich dann wieder zu Hause war, ist mir fast die Decke auf den Kopf gefallen, weil ich das ganze Unterwegs sein so vermisst habe", beschreibt das Mädchen ihre Anfänge mit ihrem Blog, den sie zunächst weniger professionell unterhielt, bis ihn ihr Freund schön einrichtete. So entstand diesen Januar ihr Blog "Lieschenradieschen Reist" .

Im Fokus stehen dabei ihre Reisen, da Lynn schon immer gerne unterwegs war und ihre abwechslungsreichen Erfahrungen auch gerne mit anderen teilt. "Wenn ich unterwegs bin fühle ich mich einfach wahnsinnig frei und bin glücklich. Dieses Gefühl versuche ich auch anderen zu vermitteln", beschreibt sie ihre Leidenschaft. Aus ihren Abenteuern erhält die Bloggerin auch ihre Inspirationen, die sie als Reiseberichte und anderen diversen Beiträgen festhält. "Außerdem sammel ich ja auch ganz praktische Erfahrungen, aus denen ich dann Tipps und Tricks für meine Leser bastel", lacht sie. Wer ihre Leser jedoch genau sind, lässt sich nicht pauschal sagen. Viel eher möchte die Web-Autorin einerseits Menschen erreichen, die bereits begeisterte Reisende sind und andererseits auch solche, die noch mit sich hadern oder planen, auf eine größere Reise zu gehen.

Lynns größte Herausforderung ist es, neben Arbeit und anderen Verpflichtungen, Zeit zum Bloggen zu finden und sie bedauert: "Eigentlich möchte ich gerne alle zwei bis drei Tage einen Beitrag uploaden, aber manchmal schaffe ich das einfach nicht."
Doch sieht sie auch eine viel versprechende Zukunft in der Bloggoshäre, da die digitalen Plattformen zur Meinungsäußerung immer mehr Bedeutung als Informationsquellen werdfen - unabhängig davon, ob es sich bei den Themen um Food, Reise oder Mode handelt. Die Aufmerksamkeit der Leser werden auch durch anschaulichen Fotos geweckt. Ihr zufolge fasziniert sie auch die Entwicklung, das viele Blogger Bücher veröffentlichen. Und dabei lächelt sie verschmitzt: "Mal schauen, wo das hinführt."
Im Gespräch verät sie auch die optischen Trends und so ist ihr zufolge ein minimalistisches, reduziertes Design angesagt, bei dem die Schriften nicht sehr verschnörkelt und die Bilder sehr clean erscheinen.
Wenn sie an positive Erfahrungen denkt, fallen ihr gleich mehrere ein. So findet sie es sehr interessant, wie viele Offline-Bekanntschaften sie durch ihr Hobby schließen konnte. "Das hätte ich nie erwartet", erklärt sie erstaunt und fügt hinzu: "Ich freue mich außerdem, dass ich in so kurzer Zeit schon schnell Erfolg hatte. Das motiviert mich umso mehr weiter zu machen."
Trotz des durchaus positiven Feedbacks gibt es zahlreiche Reiseblogs. Doch auch hier sieht sie feine Unterschiede, da jede und jeder Schreibende seinen eigenen Stil hat und unterschiedliche Schwerpunkte setzt. "Ich glaube was mich aber tatsächlich abhebt, ist das ich viel über Afrika berichte. Dies ist eben doch kein typisches Backpacker Thema", sagt sie über einen Aspekt, mit dem sie aus der Masse heraus sticht. Jungen Leuten, die es ihr gleich tun wollen und auch ihre Erlebnisse im WordWideWeb festhalten wollen, rät sie abschließend: "Traut euch einfach und habt Spaß. Es dauert einfach seine Zeit, sich selber zu finden, aber früher oder später ist euer Blog, wie es euch gefällt." #Internet