Der Spargel ist des Deutschen liebstes Gemüse. Im April geht es mit der Spargelsaison, die mit dem Ende der Ernte am 24. Juni ihren offiziellen Abschluss findet, in Deutschland los. Die Liebhaber des länglichen Gemüses warten, wie jedes Jahr, schon sehnsüchtig auf ihr erstes Spargelessen. Es gibt einige spannende Fakten rund um die Delikatesse, die trotz ihrer Beliebtheit viele Deutsche nicht kennen. Für den nächsten Smalltalk am Stammtisch oder mit dem Chef haben wir daher die interessantesten Informationen zusammengestellt.

1. Woher kommt der Uringeruch nach dem Verzehr von Spargel?

Ein bekannter Mythos rund um den Spargel ist, dass Giftstoffe im Spargel für die unangenehmen Gerüche auf dem stillen Örtchen nach dessen Verzehr sorgen. Dies ist in der Tat ein Irrglaube. Vielmehr enthält Spargel Asparagusinsäure. Bei dessen Verdauung können, je nach genetischer Veranlagung der Person, schwefelhaltige Verbindungen entstehen, die einen üblen Geruch auslösen.

2. Warum gibt es Spargel nur so kurze Zeit?

Von April bis 24. Juni können wir frischen Spargel genießen. Anschließend müssen sich die Pflanzen ein Jahr erholen, um auch im neuen Jahr wieder Früchte tragen zu können.

3. Spargelstechen ist Schwerstarbeit:

Das Ernten von Spargel ist schwere Arbeit. Einzeln müssen die Stangen von Erntehelfern aus dem Boden gezogen werden. Ein Helfer legt daher pro Hektar Fläche eine kilometerlange Strecke zurück.

4. Wie erkennt man frischen Spargel?

Spargel ist ein teures und kostbares Gemüse. Daher muss es beim Einkauf sorgsam ausgewählt werden. Ein gutes Zeichen für dessen Frische ist ein quietschendes Geräusch beim Aneinanderreiben. Auch eine glatte und feuchte Schnittstelle steht für dessen Qualität.

5. Die Spargelzeit verlängern:

Wer das ganze Jahr Spargel genießen möchte, kann das Gemüse einfrieren. Das ist unbedenklich. Gefrorener Spargel sollte allerdings direkt vom Eisfach in den Kopftoch gelangen und zubereitet werden. Der Spargel sollte vorher also nur geschält und nicht aufgetaut werden. Das verringert nämlich wertvolle Aromen und Vitamine im Gemüse.

6. Spargel als Salat:

Viele denken, Spargel kann nur gekocht oder blanchiert genossen werden. Auch das ist ein Mythos. Weißer Spargel eignet sich hervorragend als Salat.

7. Spargel ist eine Giftpflanze:

Die roten Beeren des Spargellaubes sind tatsächlich giftig und können bei dessen Verzehr zu Erbrechen und Bauchschmerzen führen.

8. Abschließend noch etwas Kurioses:

Es gibt sie tatsächlich: die Angst vorm Spargel. Die Spargarophobie ist, obwohl es seltsam klingt, in der Tat keine selten vorkommende Phobie.

Mit diesen Fakten ist man für die neue Spargelsaison auf jeden Fall gerüstet. Da der Verkauf in den nächsten Wochen wieder anrollen wird, ist allen Liebhabern nur eine genussvolle Spargelsaison zu wünschen.

Foto: Stephan Mosel / Lizenziert unter CC BY 4.0 / flickr.com Creative Commons. #Gesundheit