Mr. Bean fuhr den Klassiker in catsick yellow

Wir erinnern uns: Mr. Bean erlebte mit seinem Mini Cooper wahnwitzige Abenteuer. Aus Liebe zu seinem grün-gelben Flitzer schraubte er das Lenkrad ab oder sicherte den Wagen mit einem Vorhängeschloss. Bei dem kultigen Filmauto handelt es sich um einen BMC Mini Cooper MK III. Dieses Modell wurde zwischen 1974 und 1980 gebaut. Der Spitzname des Lacks lautet "catsick yellow", also Katzenauswurf gelb. Der knapp 40-jährige Automobil-Veteran erreicht heute noch eine Höchstgeschwindigkeit von 131 km/h. Das Fahrzeug befindet sich heute im Besitz eines Münchner Mini-Liebhabers.

BMW entwickelte aus dem Ur-Mini den New MINI

Der klassische Mini wurde ursprünglich von Sommer 1959 bis Herbst 2000 von der Austin Motor Company sowie der Morris Motor Company, später von British Motor Corporation (BMC), British Leyland und Rover beziehungsweise Lizenzpartnern gebaut. BMW übernahm 1994 den damaligen Hersteller Rover und begann sogleich mit der Entwicklung eines Nachfolgers. Im Jahr 2000 verabschiedet sich BMW wieder von Rover, behielt aber die Rechte an der Marke Mini. Ein Jahr später erschien der neue Mini, in München entwickelt. Es war den Ingenieuren gelungen, das unverwechselbar direkte Fahrverhalten des alten Mini auf den neuen zu übertragen. Leider war auch die Verarbeitungsqualität noch nicht optimal. Aufgrund von Schäden an der Kraftübertragung warf BMW im Jahr 2004 die englischen Getriebe aus dem neuen Mini (MINI).

Die MINI-Familie wuchs auf 19 Modelle an

Mittlerweile kann der Kunde schon einmal den Überblick verlieren, wenn es um die Auswahl seines persönlichen Lieblings-MINIs geht. Seit 2001 wurden immerhin 19 Modelle in vielfältigen Design- und Ausstattungsvarianten entwickelt. Zur Kundschaft gehören übrigens Prominente wie Eros Ramazzotti (Cooper S) und Britney Spears (Cooper S). Mittlerweile ist schon die dritte MINI-Generation auf dem Markt. Seit 2009 wird sogar eine elektrische MINI-Variante in Feldversuchen in Berlin, München, London und den USA getestet. Seit 2014 steht die F56-Baureihe bei den MINI-Händlern. Da kommt Wehmut auf, denn das klassische Tachometer wurde durch ein modernes Multimedia-System ausgetauscht. Neuerdings wird der MINI Cooper auch als Fünftürer angeboten. Praktisch ist das, aber optisch kein Gewinn. Wer es sportlich und stylisch mag, sollte sich für das Cabrio oder das Coupé entscheiden.

Fazit: Der MINI ist ein sportliches Lifestyle-Fahrzeug mit Go-Kart-Feeling.

jh


Bildquelle: „2012 Mini John Cooper Works Coupe -- 11-26-2011 front“ von IFCAR - Eigenes Werk. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons #Hollywood #Mobile #Führerschein