Egal ob jung ob alt, ob im Kino, Café oder in der Natur...

Überall sieht man Menschen mit ihren Smartphones oder anderer Technik ohne die sie sich ihr Leben nicht mehr vorstellen können.

Dabei ist ein Leben ohne die permanente Erreichbarkeit per Handy gar nicht so schwer. Das wirkliche Problem ist nicht die kapitalistische Konsumsucht, sondern, dass es uns von klein auf beigebracht wird. Eltern sorgen sich um ihre Kinder  und geben ihnen ein Handy, damit sie "im Notfall" anrufen können. Doch damit die Kinder sozial nicht hinter ihren Mitmenschen stehen, brauchen sie natürlich ein #Smartphone. Allerdings ist ein Smartphone für die noch sehr junge Generation nicht für den Notfall, sondern um mit Freunden zu chatten, Apps zu installieren und um im Unterricht unbemerkt Spiele zu spielen.

Natürlich kann man jetzt dagegen halten, dass die Welt doch so gefährlich ist und ein Kind die Eltern immer erreichen können muss, falls was passiert. Aber wie oft kommt das vor? Und so gefährlich ist die Welt auch nicht, zumindest nicht mehr als früher auch. Vor 20 Jahren hatte noch niemand ein Smartphone und trotzdem durften die Kinder aus dem Haus gehen. Das Problem liegt wieder einmal im übermäßigen Medienkonsum.

Um immer auf dem laufenden zu sein, gucken,lesen oder hören wir ständig Nachrichten, man möchte ja schließlich imformiert sein, doch das resultat ist, dass wir anfangen uns vor der Welt zu fürchten, denn in den Nachrichten die wir lesen, ist ein Großteil Krieg, Tod, Hass oder ähnlich Schlimmes. Wir achten im Alltag immer mehr darauf uns vor der Welt zu schützen und haben uns so, dank social media, eine Welt geschaffen, in der man häufig nicht mal mehr persönlich anwesend sein muss.

Auch in der Schule sind unsere Medien nicht mehr weg zu denken. Soll man etwas recherchieren, wird zum Smartphone gegriffen, im Internet gesucht. Viele Schüler wissen nicht einmal wie man wirklich in einer Bibliothek recherchiert, zwar gibt es an den meisten Schulen so genannte "Bücherei Einführungen" in denen den Schülern erläutert wird, wie man eine Bibliothek nutzt, doch ist dies für die Schüler dank der Smartphones nicht mehr relevant. Die Lehrer fordern auch nicht mehr, dass zu einem Buch gegriffen wird.

Doch nicht nur die "digital natives" sind ein Opfer des steigenden Technik-Gehalts in unsere Gesellschaft, auch die älteren Generationen leiden unbewusst. So ist eine häufige Folge der dauerhaften Erreichbarkeit Burn-Out und psychischer Stress, der sich auch durch andere psychosomatische Erkrankungen bemerkbar machen kann.

Es heißt häufig das die älteste Generation viel von der neuen Technik profitieren würde, da Kontakt zu halten nun vereinfacht wäre und so viele Menschen in Altenheimen oder ähnlichem mehr Kontakt zu ihren Familien haben könnten. Fakt ist aber, dass dazu häufig die Möglichkeit einfach nicht genutzt wird, weil die Familien vermeindlich wichtigere Dinge zu tun haben und so vereinsamen viele alte Menschen, weil sie vergessen werden und im Alltagswahn untergehen.

 

Wir lassen uns zu sehr von äußeren Einflüssen bestimmen und überhören dabei die innere Stimme, die uns sagen könnte, was gut für uns ist...

 

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