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Sigrid Schulz
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Waldorfschule: Nur "Namen tanzen" oder steckt mehr dahinter?

Eine Schule ohne Noten, Leistungsdruck, einem eigenen Lehrplan und trotzdem am Ende das Abitur? Sind Waldorfschulen zeitgemäß oder völlig überholt?
Keine neunzig Grad Winkel, bunte, verwaschene Aquarellmuster an den Wänden, viel Holz und ein begrünter Schulhof. Schon die Architektur wirkt vereinnahmend und ungewohnt, wenn man zum ersten Mal eine Waldorfschule betritt. Diese wurde 1919 von Emil Molt, Besitzer der Zigaretten-Fabrik Waldorf Astoria, für die Kinder seiner Arbeiter, gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner, einen österreichischen Esoteriker und Philosoph, das pädagogische Konzept zu entwerfen. Dieser hatte die Idee einer freien Schule für Kinder jeder sozialen Klasse und Herkunft. In der heutigen Welt, in der Numerus Clausus und Leistungsdruck eine Schulkarriere prägen, scheint das Konzept der Waldorfschule, in der es weder Noten noch extremen Leistungsdruck gibt, manchmal nicht mehr zeitgemäß. Jedoch sind viele Eltern bereit dazu, ihre Kinder auf genau so eine Schule zu schicken, obwohl diese auch noch Geld kostet. Ob es nun die Unzufriedenheit mit staatlichen Schulen oder die Überzeugung des...
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