Seit Jahren ist der Beruf Erzieher in einer Krise. Zum einen wäre da der Fakt, dass 96 Prozent der Erzieher in Deutschland im Jahr 2012 Frauen gewesen sind. Ein Umstand, der nicht nur Gender-Experten, die glauben, es gäbe keine typischen Frauen- und Männer-Berufe, übel aufstößt, sondern nachweislich auch negative Folgen auf die Entwicklung der Buben hat, die auch männliche Vorbilder brauchen.

Erzieher werden gesucht

Hauptproblem ist jedoch wohl, dass die Nachfrage nach Erziehern das Angebot bei weitem übersteigt. Bundesweit werden Erzieher gesucht, doch die Zahl der Qualifizierten ist recht gering. Kein Wunder, dauert die Ausbildung doch je nach Bundesland mit bis zu fünf Jahren länger als manches Hochschulstudium und wird bei einem Median-Einkommen von 2600 Euro im Jahr 2010 eher knapp vergütet. Realistische Lösungsansätze waren daher bislang die Forderung nach mehr Wertschätzung für den Beruf, eine Werbekampagne, die gezielt Männer für den Beruf gewinnen sollte und natürllich auch die Forderung nach einer angemesseneren Vergütung von Erziehern. Auch sollten bundesweit für die Ausbildung einheitliche Standards geschaffen werden.

Die GEW will Unqualifizierte einsetzen

Die links gerichtete "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft" (GEW), die größte Gewerkschaft im Bildungssektor, brescht derweil mit einem eher fragwürdigen Vorschlag nach vorne. Nachdem es in der Vergangenheit hieß, Erzieher müssten eine fünf Jahre lange Ausbildung durchlaufen, sonst seien sie nicht qualifiziert, sollen jetzt plötzlich auch Fachfremde auf unsere Kinder aufpassen. Diese sollten per "Training on the Job" mit den Berufsanforderungen vertraut gemacht werden. Eine abstruse Idee, wenn das Kind dann nicht nur sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist.

Auch Asylanten sollen Kinder erziehen

Die Krönung: Auch Asylbewerber sollen für diese Aufgabe eingesetzt werden! GEW-Vorsitzende Marlis Tepe erklärte gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Man sollte gucken, ob es unter den Asylbewerbern Menschen gibt, die in ihrem Herkunftsland eine pädagogische Ausbildung hatten. Die muss man finden." Ob auch das "Training on the Job" für Asylbewerber ohne pädagogische Qualifikation in Frage käme, verriet Tepe hingegen nicht.

Ein grotesker Vorschlag

Dennoch ist der Vorschlag geradezu grotesk: Ganz Deutschland diskutiert über mafiöse Strukturen in Asylantenheimen, ISIS-Sympathisanten unter den Flüchtlingen und die Vergewaltigungs-Exzesse - übrigens auch an Kindern - im ganzen Land und die GEW will Asylbewerber in die Kindergärten schicken. Wirklich traumatisierte und verfolgte Personen, die gerade aus einem Kriegsgebiet stammen, sind für eine solch verantwortungsvolle Tätigkeit  in keinster Weise geeignet. Offenbar scheint auch die GEW erkannt zu haben, dass diese wirklichen #Flüchtlinge wohl nur einen kleinen Teil der Gesamtzahl der Asylbewerber ausmachen. Das macht die Sache aber nicht besser: Auch ein unter Vorspieglung falscher Tatsachen eingereister Asylbewerber mit pädagogischen Berufserfahrungen zum Beispiel in Albanien ist für einen deutschen Kindergarten schlichtweg ungeeignet. Er kann unserem Nachwuchs weder unsere Traditionen noch unsere Kultur vermitteln und schon gar nicht unsere Werte. Mit solchen Gaga-Vorschlägen erreichen gutmenschliche Traumtänzer wohl vor allem eines: Eine weitere Radikalisierung und Spaltung der Gesellschaft.

Bildquelle: Flickr.com, Navy Hale Keiki School, 24. März 2012, CC BY 2.0 Lizenz

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