Wie schon im letzten Artikel "E-ZIGARETTE: ERNEUTER LÜGEN SKANDAL UM DR. MARTINA PÖTSCHKE-LANGER" angekündigt, geht heute um die Frage, wie es um die Unabhängigkeit und der Glaubwürdigkeit bei der Leiterin der Stabsstelle für Tabakprävention , Frau Dr. Martina Pötschke-Langer und des DKFZ bestellt ist und wie weit der starke Arm der Pharmaindustrie bis hinein in die Politik hineinreicht. Doch der Reihe nach.

Wissenschaftlicher Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT)

Hinter diesem relativ harmlosen und seriösen Begriff, steckt mehr als man auf den ersten Blick vermuten mag. Der Aktionskreis ist ein Kind vom Pharmakonzern Novartis, der unter anderem auch die Nikotinersatzprodukte der Nicotinell® Reihe vermarktet. Und genau zum Zweck der besseren und effektiveren Vermarktung wurde der WAT gegründet, wie dies aus der öffentlich einsehbaren Referenzenliste der Firma "Annedore Klinksiek Public Relations GmbH" aus Frankfurt am Main hervorgeht.

"...

  • Kunde: Novartis Consumer Health
  • Produkt: Nicotinell
  • Aufgabe: Fach-PR, Switch Rx-OTC, Consumer-PR, Aufbau und Etablierung "Wissenschaftlicher
  • Lösung:   Aktionskreis Tabakentwöhnung (WAT)" und "Info-Büro Tabak-Entwöhnung", Meinungsbildnerarbeit, Gewinnen von spokespersons, Fach- und Publikumsmedienarbeit, Funk- und Tageszeitungs-Aktionen, Auftritte in Talkshows, Funk- und TV-Material, Beratungs-Telefon [...]" Quelle: Klinksiek PR

Die Gründung von WAT war alles andere als eine noble und selbstlose Geste unabhängiger Wissenschaftler. Ein Mitglied des Vereins und wissenschaftliche Beraterin, Frau Dr. Martina Pötschke-Langer! Jahrelang wurden Veranstaltungen dieses Vereins sogar von namhaften Pharmaunternehmen finanziell unterstützt. Von Unabhängigkeit also keine Spur, sondern eine direkte und enge Verzahnung von Wissenschaft und Industrie. 

Im Grunde ist nichts gegen eine Beraterfunktion auszusetzen, doch im Kontext der uns vorliegenden Fakten um das unseriöse Vorgehen gegen die E-Zigarette von eben der Leiterin der Tabakkontrolle im Hause des DKFZ (der Herausgeberin der "Roten Reihe Tabakprävention" und des Tabakatlasses) und der besonderen Stellung als Autorin und als Beraterin der Bundesregierung in Sachen TPD2, kann man annehmen, das hier die Interessen der Pharmaindustrie mehr im Vordergrund stehen, als die #Gesundheit der Raucher. Und der Arm der Pharmaindustrie reicht somit bis hinein in die Politik - sogar mit Hilfe der so genannten "spokespersons", die sogar maßgeblich an der Gesetzgebung mitwirkt und somit Politiker als Erfüllungsgehilfen ihrer Interessen missbraucht.

Die kontinuierliche Arbeit an der Einflussnahme von Gesetzen lässt sich auch daran ablesen, das von Seiten des WAT seit Jahren schon versucht wird, die Tabaksucht als Krankheit zu klassifizieren und Nikotinersatzprodukte der Pharmariesen, den Krankenkassen und somit allen Beitragszahlern zur Last zu legen.  

Bitterer Nachgeschmack

Um so bitterer wird das Geschmäckle, wenn man nun sieht, welches Thema bei der 17. Frühjahrstagung dieses "Ehrenwerten" Vereins behandelt wird. So schwer ist das nun nicht zu erraten.

Thema: Tabakentwöhnung – Therapeutische Angebote Bedarf, Wirksamkeit und Einbettung in das optimale Setting.

Darin thematisiert, die E-Zigarette.

Zitat:

"...Wie positionieren wir uns aus politischer, wissenschaftlicher und therapeutischer Sicht zu diesem Produkt? [...]" Quelle: WATev. 2016

Man kann davon ausgehen, dass E-Zigaretten hier als konkurrierende Produkte angesehen werden, die man am liebsten im Giftschrank einiger Pharmariesen sehen würde. Wenn nicht da, dann doch zumindest so reglementiert, das diese keine Gefahr für die Gewinne der Entwöhnungs- und Gesundheitsindustrie mehr darstellen.

Mein ausdrücklicher Dank und mein Respekt geht an "Pseudo 12334343" für seine oder ihre Fleißarbeit, der oder die, die Grundlage und auch die Quellen für diesen Artikel hier, in einem Kommentartext der "Bundestagspetition 61453", der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt hat.

Foto: Mariesol Fumy / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)