Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem großartigen und überwältigenden Erfolg im Kampf gegen die E-Zigarette.

Autor: Daniel Schmahl

Geben Sie es ruhig zu: Wir Dampfer haben es Ihnen aber auch nicht immer leicht gemacht. Okay, der Ausgang dieser epischen Schlacht stand vielleicht schon von vornherein fest - doch gut gekämpft haben wir Dampfer trotzdem, oder?

Wir Dampfer sind, so zumindest glaube ich, ehrliche Verlierer. Und darum gebührt Ihnen, liebe Mitarbeiter des DKFZ und der WHO, der allerhöchste Respekt und der Einzug in die Geschichtsbücher. Das haben Sie sich redlich verdient. Nein, das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint, das meine ich ehrlich. Denn das muss man erst einmal schaffen, mit Lügen und Halbwahrheiten, mit nur einer handvoll Leuten, gegen wissenschaftliche Studien und die #Gesundheit von Millionen Bürgern anzukämpfen. Und dann auch noch zu gewinnen. Alle Achtung! Obwohl, so ein klein wenig Unterstützung von Politik und Big Pharma hatten Sie doch bestimmt, hmm?!

"Wertes" Führungsteam vom DKFZ, was haben Ihre Leute teilweise aber auch für Schoten rausgehauen, es waren echte Schenkelklopfer darunter. Ich erinnere nur mal an Ihre brillante Frontfrau gegen das Dampfen, Frau Dr. Martina Pötschke-Langer: Man, was hat sie für Dinger gebracht. Ich denke da nur mal an den Selbstversuch, als sie und ihre Mitarbeiterin im Raum wo gedampft wurde, toxisch benebelt, beinahe ins "Koma" gefallen wären. Da lachen wir heute noch drüber.

Nein ehrlich, ohne die WHO, dem DKFZ und nicht zu vergessen dem BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), wären zumindest für mich die letzten 4,5 Jahre, die ich nun schon Volldampfer bin, nur halb so aufregend gewesen. Man stelle sich nur einmal vor, Sie alle hätten das Dampfen so, wie es sich entwickelt hat, unterstützt - das wäre doch stinklangweilig geworden, oder?

Die Zahl der Raucher hätte sich bis zum heutigen Tag mit Sicherheit halbiert und es wäre abzusehen, das diese sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren, noch einmal um die Hälfte reduziert hätte. Das wäre für die Tabakpräventionsstelle und natürlich auch für die Tabak- und Pharmaindustrie fatal geworden. Denn viele ihrer Mitarbeiter stünden quasi über Nacht vor dem beruflichen Aus.

Aber auch die Forschungsgelder für die Krebsprävention wären dann zumindest um zwei Drittel geschrumpft, wenn dann in naher Zukunft die Neuerkrankungen an Krebs und COPD dank der E-Zigarette drastisch gesunken wären.

Okay, einen, wenn auch kleinen Rückgang an Neuerkrankungen, werden Sie schon in naher Zukunft feststellen können. Auch wenn Sie diese Ergebnisse nicht in Verbindung mit der E-Zigarette vor der Presse kommunizieren werden. Das werden Sie sich dann selbst auf die Fahne schreiben und dadurch noch mehr Forschungsgelder und Spenden lockermachen können. Sei es Ihnen gegönnt, Sie können es ja beim Schattenboxen gegen den Tabak auch gut gebrauchen.

Zum Schluss möchte ich mich aber auch noch ganz persönlich bei Ihnen bedanken. Denn ohne Ihren Kampf gegen den Dampf, hätte ich nie so viel über meinen Körper, den Metabolismus und über Süchte erfahren und würde noch immer an die Mähr, dass Nikotin ein Suchtstoff ist, glauben. Auch hätte ich in dieser Zeit nie so viele bezaubernde Menschen kennengelernt.

Womöglich hätte ich sogar Ihre Institution mit kleinen Spenden beglückt, denn bis vor 4,5 Jahren hatte ich vor Ihrem Institut und Ihrer Mitarbeiterin, der Frau Dr. Pötschke-Langer, was die Ehrlichkeit und Moral anging, noch den größten Respekt. Das hat sich ja wohl in Rauch aufgelöst und ich schäme mich noch heute darüber, dass ich so naiv und blind durch die Weltgeschichte stolperte. Aber wie heißt es so schön: "Besser eine späte Einsicht als nie eine".

Beten Sie darum, dass es keinen Gott und kein "jüngstes Gericht" gibt, denn in dem Fall möchte ich wahrlich nicht in ihrer Haut stecken.

In diesem Sinne

Grußlos #Finanzen