Nach den fremdenfeindlichen Aktionen in Heidenau, Freital, Bautzen, etc. fragt man sich, warum gerade in #Ostdeutschland der Hass auf Ausländer so groß ist. Manche Politiker negieren dies und meinen, das Problem sei kein besonders ostdeutsches, doch sprechen die Zahlen für sich: die Hälfte der Übergriffe fanden in Ostdeutschland statt, obwohl nur 17% der deutschen Bevölkerung dort leben. Von den ankommenden Flüchtlingen werden nur 16% auf die fünf ostdeutschen Länder verteilt. Warum sind die Ossis dann so feindselig gegenüber Ausländern?

„Die DDR war eine sehr deutsche Gesellschaft"

So die Meinung des Leiters der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, Focus gegenüber. Es hätte damals nur sehr wenig Ausländer in der DDR gegeben und die Ostdeutschen kamen kaum aus ihrem Land raus. Ihnen fehlt also die Kompetenz des Umgangs mit Fremdländischen, sie haben es nie gelernt. Der ehemalige Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christian Pfeiffer, erklärt Focus gegenüber, dass die repressiven Erziehungsmethoden der DDR dazu führte, dass sie sich vor Fremden fürchteten.

"Wir waren Sklaven"

Linke Parteien verschließen die Augen und weigern sich, die DDR als Unrechtsstaat zu brandmarken. Dies sei ein weiterer Grund, warum die besonders starke Fremdenfeindlichkeit im Osten nicht zum Diskussionsthema, sondern geleugnet wird. Noch heute berichten ehemalige ausländische Arbeiter der DDR von dem Rassismus, den sie erdulden mussten. Sie wurden für die schmutzigsten und gefährlichsten Arbeiten eingesetzt und bekamen dafür nur einen Hungerlohn. Sie bekamen Schimpfnamen wie "Fidschis" und "Briketts". In Gaststätten waren sie nicht erlaubt, ebenso wenig durften sie ohne Genehmigung die Stadt verlassen. Ihre Pässe wurden ihnen abgenommen. Wenn Frauen schwanger wurden, mussten sie abtreiben oder das Land verlassen. Und noch vieles mehr.

Ist es Patriotismus oder Nationalismus?

Zudem kommt, dass den DDR-Bürgern, an die damalige Sowjetunion angeschlossen, ihr Patriotismus nicht aberzogen wurde, sondern im Gegenteil gestärkt, so wie die Sowjets stets stolze Patrioten waren. Im Gegensatz wurden den Westdeutschen ihr Patriotismus ausgetrieben. Jede patriotische Regung wurde sofort als neonazistisch verurteilt und im Keim erstickt. Noch heute ist das an Bundeskanzlerin Merkel zu sehen, wie sie auf einer Veranstaltung angewidert die ihr entgegen gehaltene Deutschlandfahne kopfschüttelnd weiter reicht.

Wer sich hart die Butter auf dem Brot erkämpft hat, will sie sich nicht nehmen lassen

Ein weiterer Grund für die Wehr gegen Einwanderer im Osten ist sicher auch die Furcht, das zu verlieren, was sie sich in den letzten Jahren, seit der Wiedervereinigung, erkämpft haben. #Neonazis #Flüchtlinge