Um es gleich vorwegzunehmen, der gegenwärtige Friedensprozess der kolumbianischen #FARC, ist nicht weniger verdächtig wie der Demokratisierungsprozess von den Genossen Angela Merkel oder Gregor Gysi.

Das, was seit vergangenem Jahr in #Kolumbien passiert, erinnert nur allzu sehr an die Wendezeit der DDR. Wer nur misstrauisch die Riege der kolumbianischen und internationalen kommunistischen Terroristen ansieht, dem wird vorgeworfen, den Friedensprozess zu gefährden. Man hört noch das Wehklagen der SED-Bonzen über die Siegerjustiz, wann immer die Rolle eines dieser Halunken im DDR-Unrechtsstaat hinterfragt wurde.

Nichts hat sich geändert, ob hier, Kolumbien, Venezuela oder Brasilien,d ie Kommunisten hörten auf sich Kommunisten zu nennen, doch es sind dieselben bolschewistischen Hyänen geblieben, nur manchmal eben im maßgeschneiderten Nadelstreifenanzug.

Doch eben nicht immer. Anfang Februar 2016 tauchten die ersten Flugzettel auf. Im Juli dann forderten sie schon, in der bevorstehenden Volksabstimmung, im Sinne der FARC mit einem „Si“ zu wählen. Andernfalls werde man getötet. Selbstverständlich ist die Wahl geheim, aber ebenso selbstverständlich war Intelligenz auch noch nie Bedingung, um in den Reihen der Kommunisten aufgenommen zu werden, sondern eher hinderlich.

Das Interessante ist nicht, dass es eine Menge Kolumbianer gibt, die dem Friedensangebot der FARC misstrauen, sondern das dieses Spiel immer mehr durchschaut wird.

Die kolumbianische Rechte und Linke spricht zwar dieselbe Sprache, aber man versteht verschiedene Bedeutungen hinter den Begriffen. Beide Seiten reden von La nueva Colombia (Das Neue Kolumbien), nur während die Rechte darunter ein Land ohne Krieg versteht, meint die Linke ein sozialistisches Kolumbien. Das Spiel ist nicht wirklich neu, wir kennen es aus allen Teilen der Welt, mit starker kommunistischer Bewegung, die im Rahmen der Perestroika einen angeblichen Demokratisierungsprozess vollzogen haben. Es ist der Grund für den momentanen Krieg Saudi Arabiens gegen den Jemen, wir finden das in Russland oder Deutschland, und genauso in Nicaragua, Brasilien, Italien, Spanien, Venezuela oder Ecuador. Leicht zu erkennen, an der Unterstützung der Die Linke für diese Bewegung, wie eben jetzt auch wieder für die FARC.

Die Flugblätter-Verteilung begann im Kreis La Hormiga, in der Nacht vom 12. zum 13. Februar. Und schon bald kursierten weitere Pamphlete, die zum Eintritt in die FARC aufriefen. Unterdessen werden medienwirksam die Übergaben von Waffen und Kindersoldaten zelebriert. Natürlich sind nicht alle FARC-Soldaten Kinder und natürlich werden alte Waffen abgegeben, doch scheint die Täuschung zumindest in Europa zu funktionieren.

Die Flugblätter breiteten sich aus und kamen nach Guamuez und Orito y Puerto Asis und erreichten Puerto Leguízamo. Immer mehr Einflussnahme auf die Landbevölkerung war zu erkennen. Das Warum ist klar. Noch vor wenigen Wochen ergab eine Umfrage der Firma Cifras y Conceptos (zwischen 4. und 9. Juni), dass 34 % der Kolumbianer gegen den Frieden mit der FARC stimmen wollen und 33 % dafür. Es gab also noch sehr viele Unentschlossene und das insbesondere bei der Landbevölkerung, deren auch die Flugblattoffensive der FARC galt.

Das hat eine tiefere Bedeutung, es ist in erster Linie die Landbevölkerung, die mit der FARC und ihren Vorstellungen eines neuen Kolumbiens konfrontiert war. Die Landbevölkerung war die erste Gruppe, die die FARC befreien zu wollen vorgab. Im Department Huila gibt es wohl die einheitlichste Front überhaupt gegen die Kommunisten. Und es sollte sich die Frage gestellt werden, warum Menschen, die seit 50 Jahren die Befreiungsbemühungen der Kommunisten kennen, sich noch immer und trotz Todesdrohung dagegen wehren. Präsident Santos ist ein Narr, wenn er glaubt, dass das zukünftige Verhalten der Kommunisten in Kolumbien, sich von Venezuela unterscheiden wird. #Kommunismus