Stellen Sie sich vor, sie gehen sechsmal pro Woche in einen Supermarkt und räumen sich das in den Wagen, was Ihnen gerade so einfällt. Das machen Sie drei Monate lang. Am Ende des Quartals zahlen Sie dann an der Kasse 10 Euro. Sie halten das für eine äußerst abwegige und ökonomisch total dämliche Vorstellung? Richtig. Der Supermarkt wäre nach nicht mal einer Woche sehr wahrscheinlich pleite.

Gesetzliche Krankenversicherung ruiniert Hausärzte

Trotzdem gibt es dank des überragenden ökonomischen Sachverstandes deutscher Politiker einen florierenden Geschäftszweig, in dem die beschriebene Vorstellung Wirklichkeit ist: die gesetzliche #Krankenversicherung. Sollten Sie den Vergleich für abwegig halten, fragen Sie – sofern Sie Zwangsmitglied einer Krankenkasse sind – Ihren Hausarzt, was er pro Quartal für Sie abrechnen darf und, damit Sie etwas lernen, ob das seine Kosten deckt.

Es ist leicht zu sehen, dass der Supermarkt sehr rasch pleite gehen würde. Die Frage ist nun, warum der gesetzlichen Krankenkasse bisher dieses Schicksal erspart bleibt. Stellen Sie sich zur Klärung dieser Frage nun bitte folgendes vor: Sie nehmen nie etwas aus dem Supermarkt mit nach Hause, zahlen aber trotzdem am Ende jedes Quartals zehn Euro an der Kasse, ohne etwas dafür erhalten zu haben. Damit finanzieren Sie die Einkäufe von allen, die täglich kommen und mitnehmen, was sie wollen. Wie, Sie halten das für ungerecht? Richtig. Es ist ungerecht, jedoch im Gesundheitswesen in Deutschland gängige Praxis. Jeder Zwangsversicherte zahlt mit seinen Krankenkassenbeiträgen auch die Leistungen, die er nicht in Anspruch nimmt.

Gesetzliche Krankenversicherung ist Sozialismus

Nun mag es Menschen geben, die finden es großartig, dass sie für Einkäufe anderer Menschen zahlen. Sie finden es auch großartig, dass sie für die Krankheitskosten anderer Menschen aufkommen müssen, die vielleicht nur deshalb entstanden sind, weil ihre Finanzierung gesichert ist und eben nicht jeder für die Schäden an seinem Körper durch Übergewicht oder Sport selbst aufkommen muss. Diese Menschen dürfen das im Rahmen der in Deutschland grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit gerne so sehen und auch praktizieren. Jedoch sollten sie keinesfalls diejenigen, die den wohlfahrtsfeindlichen Charakter dieses Zwangssystems durchschaut haben, zwingen dürfen, dabei mitzumachen. Wäre das so, dann würde die gesetzlichen Krankenkassen sehr schnell das Schicksal ereilen, das auch jeden Supermarkt trifft, der nach dem beschriebenen Modell versucht, seine Geschäfte zu machen.

Wenn Sie in den Supermarkt gehen und an der Kasse für das zahlen, was Sie gekauft haben, halten Sie das wahrscheinlich für eine gerechte Sache, denn Sie zahlen für das, was Sie bekommen und auch der Supermarkt erhält das Geld für seine Produkte, was sie kosten. Nach diesem Modell, das seit rund 5000 Jahren recht gut funktioniert, arbeiten in Deutschland auch Krankenversicherungen. Das, und das werden Sie nun leicht erraten, sind die „privaten“ Krankenversicherungen.

Sie werden jetzt vermutlich denken, dass der Vergleich hinkt, weil die Mehrheit dieser Krankenversicherungsgesellschaften Vereine auf Gegenseitigkeit sind und somit die Versicherten doch für Leistungen zahlen, die nicht sie, sondern andere Versicherte in Anspruch nehmen. Das ist sogar jedem Versicherten zu wünschen. Im Gegensatz zum staatlichen Zwangsmodell haben Sie es aber in der Hand,wo Sie sich versichern und zu welchem Tarif. Wie Sie bei der KFZ-Versicherung für jeden selbst verursachten Schaden mehr Beitrag zahlen, so zahlen Sie bei der privaten Krankenversicherung für alle fahrlässigen Schäden an Ihrem Körper ebenfalls einen höheren Beitrag. Das schützt die Versicherung und die Gemeinschaft der Versicherungsnehmer und nur aufgrund dieses Prinzips, das auch als Risikoprinzip bekannt ist, funktioniert eine Versicherung und kann den Gewinn erwirtschaften, der ihr Bestehen sichert. #Sozialismus #Zweiklassenmedizin