Das amerikanische Verteidigungsministerium gab, laut eines neuen Berichts der investigativen Journalismus-Vereinigung "Bureau of Investigative Journalism", über eine halbe Milliarde Dollar aus, um gefälschte Nachrichten und terroristische #Propaganda-Videos aus dem #Irak zu produzieren und zu veröffentlichen.

Das Bureau of Investigative Journalism veröffentlichte ihren Bericht bereits am Sonntag. Demnach seien zwischen 2006 und 2008 mehr als 40 Unternehmen für Dienstleistungen beauftragt worden, um zum Beispiel TV- und Radio-Platzierung zu koordinieren, Videoproduktionen zu arrangieren, oder auch Plakate, Werbung und Meinungsumfragen durchzuführen.

Das Pentagon beauftragte auch britische Unternehmen

Ein Unternehmen aus dem militärisch-industriellen Gewerbe hat im Besonderen von diesen Aufträgen profitiert.

Der britischen PR-Firma Bell-Pottinger wurden 540 Millionen USD für "Informationsverbreitungs- und Psychologieoperationen" von Mai 2007 bis Dezember 2011 vertraglich zugesichert. Dies entspricht einem Geschäftsvolumen von über $ 100 Millionen pro Jahr.

Ein ehemaliger Mitarbeiter, Martin Wells, sprach mit den Journalisten über seine Zeit im Irak während welcher dieser bei Bell Pottinger arbeitete. Sein Arbeitsplatz befand sich auf einer US-militärischen Anlage in Camp Victory, einem strategischen Militärstützpunkt in der Nähe von Bagdad.

"Es war ein sehr sicheres Gebäude", erinnerte er sich. Die Schilder außerhalb der Anlage machten klar, dass es sich um einen Ort mit hoher Geheimhaltungsstufe und Sicherheitsmaßnahmen handelte.

Bell-Pott unterhielt mehr als 300 britische und irakische Arbeiter für die Umsetzung ihrer Propagandakampagnen, welche durch das Pentagon, der CIA und des nationalen Sicherheitsrats überwacht wurden.

Laut Glen Segell, einem ehemaligen Mitarbeiter der Task Force für Informationsverbreitungsoperationen, hat das US-Militär die engagierten Unternehmen gebraucht, da diese über das notwendige Know-How verfügten und sich die Aufträge zudem in einer rechtlichen Grauzone befänden, welche eine aktive Arbeit des Militärs nicht erlauben würde.

Der Bericht erscheint während einer Zeit anwachsender Spannungen zwischen den beiden Weltmächten USA und Russland. Die Beziehungen, welche ohnehin schon von mangelndem Vertrauen geprägt sind, werden wahrscheinlich zusätzlich auf Grund der Propaganda- und Täuschungsvorwürfe leiden. Der Abbruch der nuklearen Abrüstung von Seiten Russlands, verschäft diese bedrohliche Situation des Misstrauens zusätzlich.

Der Bericht des Bureau of Investigative Journalism beruft sich auf verschiedene ehemalige Mitarbeiter der PR-Firma Bell-Pottinger, welche nicht abschließend überprüft werden können. Dennoch weisen die zahlreichen Aussagen der Ex-Mitarbeiter darauf hin, dass das US-Militär weitreichende Maßnahmen zur Verbreitung von manipulativen Propaganda-Material zwischen 2006 und 2011 im Irak ausgeübt hat.

 

Sehen Sie sich den Bericht des russischen Nachrichtensenders PR zu dem Thema an.