Gefährliche Weltanschauung

Die Frage, die mich schon seit Längerem beschäftigt ist die, warum sich Menschen zu Wort melden und sich öffentlich mitteilen, obwohl sie offensichtlich keine klaren Informationen über einen Sachverhalt haben? Sie vertreten aber dennoch einen Standpunkt, der diese Unkenntnis offen für alle sichtbar zutage fördert. Sie scheinen nicht in der Lage zu sein, ganz einfach so lange zu schweigen, bis dass ihre Erkenntnis sie dazu befähigt, sich durch Wissen und Erfahrung heraus zu einem Sachverhalt zu äußern. Dies gilt nicht nur für das Thema e-Dampfen, sondern für viele andere Bereiche des Lebens auch.

Ein sehr kluger Mann, nämlich Alexander von Humboldt hat einmal gesagt: “Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Leute, die die Welt nie angeschaut haben.“

Ich würde dieses Zitat gerne auf „... und verstanden haben“ ergänzen. Denn ein Erkenntnisgewinn resultiert eben nicht aus einer unkritischen Betrachtungsweise und Wiedergabe eines Sachverhalts heraus, sondern durch und mit der intensiven Beschäftigung einer oder der Sache selbst. Niemand kann sich frei von „Dummschwätzen“ wähnen, auch ich nicht. Manche Dinge und Sachverhalte müssen wir einfach hinnehmen und glauben, da es nicht jedem möglich ist, durch experimentelle oder wissenschaftliche Arbeiten selber Wissen und Erkenntnisse zu erlangen. Doch jedem steht die Türe offen, sich das nötige Grundwissen,durch eigene Recherche und eigene Erfahrungen anzueignen und seinen Verstand dabei zu benutzen. Auch auf die Gefahr hin, altes und sich verfestigtes „Wissen“ über Bord werfen zu müssen.

Umso schwieriger sich vom Althergebrachten loszureißen, wird es, je vehementer man sein Nichtwissen in seiner Umgebung vertreten hat. Das eigene Ego lässt es nur sehr ungern zu, sich und vor allem seiner Umgebung den Irrtum, dem man aufgesessen war, einzugestehen. Vielen fehlt es aber einfach auch an gewisse Kompetenzen, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Sie neigen sehr häufig dazu, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen. Sich dem Mainstream soweit anzubiedern und deren Phrasen unreflektiert zu wiederholen, bis dass sie selbst an das Absurde glauben, denn das ist wesentlich einfacher.

Das Beispiel Jugendschutz

Die Eingliederung der E-Dampfe (#E-Zigarette) in den #Jugendschutz dient vordergründig dem Zweck des Schutzes der Jugend vor den Gefahren des Rauchens oder absurderweise dem Dampfen gegenüber. Sie dient meiner Meinung nach einzig dem Schutz der Pharma- und der Gesundheitsindustrie vor weiteren Umsatzeinbrüchen. Viele, wenn nicht sogar die meisten Dampfer, begrüßen dies sogar unter der falschen Annahme, dass es hier wirklich um den Schutz der Jugend vor den Gefahren des Tabakkonsums geht. Dies vertreten sie zum Teil auch sehr "lautstark" in einzelnen Foren. Doch wovor sollen Jugendliche bei einem harmlosen Produkt geschützt werden, vor allem diejenigen, die schon längst am Glimmstängel hängen?

Wenn also verantwortungsvolle Eltern ihr Kind beim Rauchen erwischen, ihm das verbieten, aber nach einer gewissen Zeit feststellen müssen, dass es schon längst der Tabakzigarette erlegen ist, bleiben ihnen nicht viele Optionen übrig, um ihr Kind vom Rauchen weg zu bekommen. Allesamt sind sie kostspielig und kaum vom Erfolg gekrönt. Die Option aber, die den größten Erfolg beim Rauchstopp verspricht, die E-Zigarette nämlich, dürfen sie ihrem Sprössling aber nicht in die Hand drücken, wenn sie sich nicht strafbar machen möchten. So bleibt ihnen die Option E-Zigarette vom Gesetz her verwehrt, wenn sie ihr Kind von der schädlichen Tabakzigarette weg bekommen wollen. Mir persönlich liegen zwei Erfahrungsberichte vor, wo noch weit vor Inkrafttreten des Abgabeverbots der E-Zigarette an Kinder und Jugendliche, zwei 15 und 16 Jahre alte Teenager vom Rauchen weg gekommen sind, und zwar dauerhaft, mithilfe der E-Zigarette.

Fatales Resümee

Eltern wird somit der Weg zur Selbsthilfe, zugunsten der Pharma- und Gesundheitsindustrie, versperrt. #Gesundheit