#mario barth - Diesen Namen wird wohl jeder in Deutschland kennen, ganz gleich, ob er sich intensiv mit dem Bereich #comedy befasst hat oder nicht. Gefühlt täglich flimmert er inzwischen über unsere TV Bildschirme. Vor mehr als zehn Jahren bekannt geworden mit dem Programm "Männer sind Schweine, Frauen aber auch!", tourt er seitdem regelmäßig durch Deutschland mit verschiedenen Programmen. Wirklich mit verschiedenen Programmen? Denn bereits auf den ersten Blick erkennt man die unverkennbare Ähnlichkeit zwischen den einzelnen Programmtiteln des deutschen Comedy Stars: Männer sind peinlich, Frauen manchmal auch!, Männer sind primitiv, aber glücklich! oder Männer sind schuld, sagen die Frauen. Mithin handelt es sich also immer um das gleiche Thema, nämlich Männer und Frauen, sowie die Beziehung zwischen beiden Geschlechtern.

Wiederholung verkauft sich gut

Nicht nur die Programmtitel gleichen einander, sondern ebenso die Art und Weise der Präsentation auf der Bühne. So gibt es immer wieder running Gags, wie beispielsweise "Fünününüü" oder "Kennste, kennste". Was einer intellektuellen Person mit geschultem Verstand nach dem dritten Mal hören eher nervig erscheinen mag, kommt bei Millionen von Zuschauern in Deutschland gut an.

Mittlerweile schafft es Mario Barth, mit seinen Liveshows ganze Stadien zu füllen. Was die Gags betrifft sind die Programme jedoch zumeist wenig überraschend. Natürlich geht es auch in der 100. Barth-Show wieder nur um das Eine: Männer und Frauen. Und natürlich bleibt die Art der Inszenierung der Gags immer die Gleiche.

Comedy als Dienstleistung

Die Situation bei einer Barth Show ist ungefähr vergleichbar mit der, in denen ich einen Klempner anrufe, weil meine Toilette verstopft ist. Ich rufe den Klempner also an und erwarte von ihm, dass er das Rohr wieder frei macht. Also ein Dienstleister im herkömmlichen Sinne. Ähnlich verhält es sich auch mit einer Veranstaltung vom Mario: Ich gehe also genau mit der Erwartung zu seiner Show, dass er wieder Witze über Männer und Frauen machen wird. Und: Genau das bekomme ich auch! Meine Erwartung wurde also mal wieder erfüllt.

Dieses gerade beschriebene Phänomen kann ebenso bei anderen Comedy-Akteuren beobachtet werden, wie zum Beispiel Atze Schröder oder Oliver Pocher. Jedes Mal ist es so, dass eine bestimmte Rolle angenommen wird und diese dann immer und immer wieder gespielt wird. Auch die Gags sind immer sehr ähnlich und es wird exakt das geboten, was vom Publikum erwartet wird. Mal etwas Neues ausprobiert oder gewagt wird kaum.

Aber ist so etwas Kunst? Sind Comedy Stars wirklich Künstler? #küstler