Es gibt bei uns in #Polen seit eh und je so etwas wie den politischen Notdienst. Als wir noch eine Provinz des Zarenreiches waren, sorgte die Regierung in Sankt Petersburg dafür, dass Tag für Tag immer neue Vorschriften, die den Juden das Leben möglichst schwer machen sollten, die Zeitungsseiten füllten. In der Zwischenkriegszeit war hier niemand fehlerfrei und die Minderheitenüberschätzung war an der Tagesordnung in Lodsch und Warschau. Nach dem zweiten Weltkrieg konnten die Kommunisten Jahrzehnte lang mit der Gefahr des atomaren Krieges ganz Polen in Atem halten. Die neue militärische Übermacht Russlands spielt heutzutage eine sehr ähnliche Rolle. Doch dies scheint nicht genug zu sein, um zu verheimlichen, dass Größe dem heutigen Regierungspersonal nicht zu bescheinigen ist. 

Danach giert das Volk?

So etwas wie Hass gegen die Homosexuellen gibt es zweifelsohne reichlich in Polen. Am 24. September beteiligte sich der Stadtpräsident an dem Marsch der Gleichheit (zur Unterstützung der Homosexuellen) in Posen. Die von ihm genehmigte Dekoration des Demonstrationszuges wurde nach kurzer Zeit zerstört. Die Regenbogen und Regenbogenflaggen zu verbrennen scheint bei dem polnischen Volk beliebt zu sein. Man befürchtet auch Privilegien für die sexuellen Minderheiten auf Kosten der Mehrheit der Gesellschaft.

Nach einigen Quellen fand die Antinoosverehrung bei etlichen Kardinälen heimlich statt. Dies sei auf die Ehelosigkeit der römisch-katholischen Priester zurückzuführen, die in einer oder anderen Form ihre jugendlichen Messdiener verehren, so die Kritiker der Katholischen Kirche. Der Chef der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit, Jaroslaw Kaczynski, ist ein überzeugter Junggeselle. Sich mit diesem Thema zu beschäftigen ist also aus dem Standpunkt der polnischen Neokonservativen ausgehend ziellos. Man überlässt es gern den Fußballfans.

Das Recht auf Abtreibung als Hauptursache für Entvölkerung?

Es gibt auch bei uns in Polen das Aussterben ganzer Landstriche, insbesondere im Norden des unseren Landes. Unsere Jugend wohnt und arbeitet jetzt hauptsächlich in Großbritannien und Irland. In der Heimat hat sie oft keine Möglichkeit Lebensunterhalt zu verdienen. Das Kindergeld in Höhe von etwa 125 Euro monatlich pro Kind für jede Familie, die zumindest zwei Kinder im Vorschul- oder Schulalter hat, zu zahlen ist eine der am meisten umstrittenen Ideen der jetzigen polnischen Regierung. Jedenfalls scheint das besser zu sein als die Haltung ihrer Vorgänger, die anstelle den armen Familien zu helfen, ihre Kinder erbarmungslos in eine Pflegefamilie oder in ein Heim gesteckt haben.

 

Es ist anderseits klar, dass niemand sich, wenn man arbeitslos ist, dafür gefüllte Bonbons leisten kann. Daher auch, um die Geburtsraten zu erhöhen, ist der allein regierenden Partei Kaczynskis nichts besseres eingefallen als den Schwangerschaftsabbruch in jedem Fall zu verbieten.

Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von Parlament in Warschau bereits angenommen.

Von Schwarzem Montag, der daraufhin folgte, haben die Massenmedien auch in Deutschland berichtet.

Der gefährliche politische Extremismus

Dies ist leider nicht anders zu bezeichnen. Die bisherige Gesetzgebung in Polen verbot einer Frau die #Abtreibung nicht, wenn es sich für sie dabei um eine der drei sehr schweren Situationen handelte. Eine umfangreiche Erklärung dieser Frage finden Sie hier:

Es war ein historischer Ausgleich zwischen der Lebensrechtbewegung und denen, die ihre Ansichten nicht teilen. Wie soll jetzt das polnische Volk noch gemeinsam Probleme bewältigen? Und diese Probleme sind riesengroß. Ich nenne hier nur die enorme Verschuldung des polnischen Staates, die skandalösen Steuern und die Folgen des Raubüberfalls auf die polnische Industrie in den Jahren 1989-93. Ich versuche das Wesen dieser Probleme in meinen nächsten Polen-Berichten zu erklären. #Arbeitsamt