Die Nationalversammlung (Asamblea Nacional – Parlament von #Venezuela) traf heute zu einer regulären Sitzung zusammen. Dabei ging es um die „Rettung der Demokratie und Respektierung der Verfassung“.

Aufbegehren gegen den Putsch

In einer Pressemitteilung gab das Direktorium des Parlamentes bekannt, man werde weiterhin auf die Wahrnehmung der parlamentarischen Aufgaben bestehen. Dies war die Antwort der venezolanischen Abgeordneten, nachdem die sozialistische Regierung von Nicolás Maduro nicht nur die nächsten Wahlen der Gouverneure absagte, sondern auch die Regierung von den Beschlüssen des Parlamentes für unabhängig erklärte. Dies wurde allgemein als Putsch der Chavisten angesehen und führte im ganzen Land zu spontanen Protesten.

Die Rettung der Demokratie war der einzige Punkt auf der heutigen Tagesordnung im Parlamentsgebäude, wo die Parlamentarier um 10:30 Uhr in Caracas zusammentraten.

In der Presseerklärung wurde auf die Deklarationen des Abgeordneten Julio Borges, dem Chef der Bancada de la Unidad, Bezug genommen. Dieser gestand der heutigen Debatte große Wichtigkeit zu, für die Anrufung des obersten Verfassungsgerichtes (TSJ - Tribunal Supremo de Justicia).

Rechtfertigung des sozialistischen Putsch

Die sozialistische Regierung hatte Vorwürfe wegen Wahlfälschung im Bundesstaat Amazonas benutzt, um das Parlament vom TSJ für „nichtig“ erklären zu lassen und sich von den Beschlüssen der Parlamentarier zu entbinden. Jedoch hatten diese Vorwürfe die Opposition gegen die Chavisten erhoben.

Da die Chavisten sich immer mehr im Volk isolieren, versuchen sie bestimmte Gruppen, insbesondere Staatsdiener, Polizei und Militär, durch Sonderleistungen an sich zu binden. 50% aller venezolanischen Güter, ob aus staatlicher Produktion, oder privater, sollen künftig durch die Regierung beschlagnahmt werden und über Räte (Sowjets) an die Regimeanhänger verteilt werden, um diese fest ansich zu binden.

Chavisten putschen in Venezuela

Diese venezolanische Zukunftsversion des #Kommunismus sieht im Endstadium wie folgt aus: Eine Minderheit erhält 50 % des Reichtums des Landes, als Steuer, ohne zu arbeiten. Die andere Hälfte ist für den Großteil der Bevölkerung. Damit diese Minderheit sich behaupten kann, werden Politik und Staatsämter sowie die bewaffneten Einheiten für die Machthaber durch Teilhabe an der putschenden Elite monopolisiert. Damit die Mehrheit nicht die Minderheit besiegt, wird ihnen der Waffenbesitz verboten. Ebenfalls wird die Teilhabe am Staatsablauf untersagt, damit diese nicht eben das machen können, was die Kommunisten in Venezuela an die Macht brachte und in Deutschland ebenfalls geschah: Infiltrierung.

Hugo Chavez hatte die Macht auf scheinbar demokratische Weise errungen, in dem er unterschiedliche Plebisziten mit falschen Versprechen in eine breite Querfront führte. Inzwischen jedoch brechen diese einzelnen Gruppen wieder weg und die Chavisten kämpfen nun um den Machterhalt.

Genau dies passiert übrigens auch in Deutschland. In seinem Buch Links oder Lahm, plädierte Jürgen Elsässer im Jahre 2006 dafür, dem Beispiel Chavez zu folgen. Elsässer ist der Berater von Oscar Lafontaine und Sahra Wagenknecht. Auch wenn er fälschlich als Neurechter bezeichnet wird, sind seine politischen Anschauungen die eines Nationalbolschewisten.

Sozialismus in Venezuela - Anlehnung an die Geschichte

Eigentlich ist dieses venezolanische Gesellschaftsmodell gar nicht so neu. Wir finden es bei den antiken Spartanern, die innerhalb ihrer Klasse in Kommunen eine Art Protokommunismus anwendeten. Sie haben nicht gearbeitet, sondern Krieg geführt und Politik gemacht. Ihre Existenz sicherten sie sich in parasitärer Weise, von den beiden anderen Klassen: Periöken (arbeitende Griechen) und Heloten (nicht-griechische Sklaven).

Das Beispiel Venezuela wiederholt sich gerade in vielen Staaten, nur dass der Prozess nicht so weit fortgeschritten ist, wie in Venezuela. Das nächste Opfer wird Kolumbien werden. #Sozialismus